Mut statt Resignation
Premiere von „AUFWIND“ im Cinema Paradiso

Filmemacher Thomas Hadinger und Caritas Generalsekretär Christoph Riedl präsentieren den Film "Aufwind - Kleien Siege gegen große Krisen" über die Projekte der Caritas im Senegal. | Foto: Presse & Foto Franz Gleiß
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  • Filmemacher Thomas Hadinger und Caritas Generalsekretär Christoph Riedl präsentieren den Film "Aufwind - Kleien Siege gegen große Krisen" über die Projekte der Caritas im Senegal.
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Die Premiere des Dokumentarfilms „AUFWIND – Caritas im Senegal“ im Cinema Paradiso St. Pölten zeigte eindrucksvoll, wie Menschen im Senegal tagtäglich den Folgen des Klimawandels begegnen – und wie Caritas-Projekte ihnen Perspektiven geben.

ST. PÖLTEN. Rund 100 Gäste verfolgten am 19. November die Premiere des Films „AUFWIND – Caritas im Senegal“. Seit über 20 Jahren ist die Caritas der Diözese St. Pölten gemeinsam mit Spenderinnen und Spendern und Partnerorganisationen im Senegal aktiv – mit Projekten, die Schulen, Gesundheitseinrichtungen und landwirtschaftliche Initiativen stärken.

Der Film führt eindrucksvoll vor Augen, wie stark der Senegal von den Folgen des Klimawandels betroffen ist: steigende Temperaturen, versalzende Böden, unzuverlässige Niederschläge. Was hierzulande oft abstrakt bleibt, ist dort tägliche Realität – der Kampf um Nahrung, Wasser und Lebensgrundlagen.

Auf der Spur der Alltagsheldinnen

Caritas-Generalsekretär Christoph Riedl und Filmemacher Thomas Hadinger reisten quer durchs Land, um diese Realität festzuhalten. Sie fuhren durch einen Buschbrand, standen mitten in einer Salzwüste und sprachen mit Familien, die jeden Tag ums Überleben kämpfen. Gleichzeitig begegneten sie Menschen, die nicht aufgeben, sondern mit Mut und Kreativität ihre Zukunft selbst in die Hand nehmen.

Zu diesen Alltagsheld*innen gehören Danilo Faye, der mit Caritas-Teams Mangroven aufforstet und damit natürliche Schutzwälle gegen Erosion und Stürme schafft. Marie-Joëlle Manga betreut in Tambacounda das Ernährungsprogramm, misst den Oberarmumfang von Kleinkindern und unterstützt Mütter mit Kochtrainings. Odile Sarr wiederum stärkt Frauengruppen – von Gemüsegärten über Vermarktungsinitiativen bis hin zu Spargruppen, die Einkommen und Selbstbestimmung fördern.

Stimmen aus dem Senegal – und aus St. Pölten

Christoph Riedl beschreibt die Begegnungen im Senegal eindringlich:
„Wir haben im Senegal Familien getroffen, die jeden Tag für Regen beten. Frauen, die tagtäglich Schwerstarbeit erledigen müssen, weil es keine Alternative dazu gibt. Unsere Projekte geben ihnen wieder Zuversicht und Selbstvertrauen, die Herausforderungen zu meistern. Wie z.B. der Einsatz von Sparöfen, die das offene Feuer ersetzen und dadurch deutlich weniger Holz verbrauchen, weniger Rauch erzeugen und Zeit beim Holzsammeln sparen.“

Auch Filmemacher Thomas Hadinger zeigt sich nachhaltig bewegt:
„Mich hat beeindruckt, mit wie viel Kreativität und Lebensfreude die Menschen hier mit schwierigen Bedingungen umgehen. Trotz Hitze, Dürre und Wassermangel spürt man überall Optimismus. Diese Haltung – nicht zu jammern, sondern anzupacken – hat mich wirklich bewegt. Ich glaube, davon können wir in Europa eine Menge lernen.“

In der anschließenden Podiumsdiskussion, moderiert von ORF-Journalistin Miriam Labus, unterstrich Christiane Gaar, Programmmanagerin der Caritas Österreich im Senegal, wie wichtig die Unterstützung vor Ort ist:
„Der Klimawandel zeigt sich im Senegal sehr deutlich mit Auswirkungen wie steigendem Salzgehalt und sinkenden Niederschlägen. Mit unseren Projekten unterstützen wir Familien und Frauen mit diesen Herausforderungen besser umgehen zu können und damit die Ernährung der Familie sicherzustellen.“

Projekte, die Zukunft schaffen

Die vorgestellten Initiativen sind Teil der Caritas-Programme PRODIGE und SAGES, die sich auf Klima- und Umweltschutz, Ernährungssicherheit, Frauenförderung und Gleichstellung konzentrieren. Dazu gehören Sparöfen, Aufforstungsmaßnahmen, MUAC-Screenings, Kochtrainings, Gemüsegärten und Frauengruppen.

Umgesetzt werden die Programme gemeinsam mit Caritas Tambacounda und Caritas Kaolack und den lokalen Dorfgemeinschaften. Möglich gemacht wird dies unter anderem durch die Kofinanzierung der Austrian Development Agency (ADA) und die langjährige Unterstützung von Caritas Österreich und der Diözese St. Pölten.

Film und Infos online abrufbar

Der Film „AUFWIND – Caritas im Senegal“ sowie weitere Informationen zu den Projekten stehen ab sofort online zur Verfügung.

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Einblicke in ein Land, wo der Klimawandel zur täglichen Bedrohung wird, bot die Filmpremiere „AUFWIND - Caritas im Senegal“ am 19. November im Cinema Paradiso in St. Pölten den 100 geladenen Gästen. | Foto: Presse & Foto Franz Gleiß
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