St. Pölten sucht echte Helden

Rotkreuz-Präsident Josef Schmoll und Stephan Pernkopf mit Lydia Zagler und Julia Fuchs von der Landjugend.
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  • Rotkreuz-Präsident Josef Schmoll und Stephan Pernkopf mit Lydia Zagler und Julia Fuchs von der Landjugend.
  • Foto: NÖ Landeskliniken-Holding
  • hochgeladen von Bettina Talkner

ST. PÖLTEN (bt). Unter dem Motto „Echte Helden bluten. Spende Blut. Rette Leben.“ ruft die NÖ Landeskliniken-Holding in Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz, der Jugendinfo 1424, der Landjugend und den Feuerwehren auf Initiative von Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf zum Blutspenden auf. Wann und wo Sie zum Lebensretter werden, finden Sie am Ende des Artikels.
„Blut zählt im Notfall zu den wichtigsten Medikamenten und kann bis heute nicht künstlich hergestellt werden. Alle 90 Sekunden wird in Österreich eine Blutkonserve benötigt. In Niederösterreich geht aber nur etwa 3,6 Prozent der Bevölkerung Blut spenden“, erklärt Josef Schmoll, Präsident vom Roten Kreuz NÖ.

Engpässe bei Negativ-Gruppen

Gerade im Sommer kommen nicht nur die Menschen, sondern auch Blutspendedienste ins Schwitzen. Die Vorräte an Blutkonserven schmelzen dahin, denn viele suchen lieber Abkühlung im Freibad oder am See. "Grundsätzlich werden Blutspenden aller Blutgruppen ganzjährig benötigt, Engpässe drohen hauptsächlich bei den negativen Blutgruppen (AB-, 0-, B- und A-), da diese auch in der Bevölkerung seltener vorkommen", so Michaela Muttenthaler vom Roten Kreuz auf Anfrage.

Junge Helden im Visier

Gerade wegen seiner begehrten Blutgruppe betrachtet es der St. Pöltner Murat Çakmak als seine Pflicht, zu spenden. "Mir ist es deswegen wichtig, da es Menschen das Leben rettet und ich Blutgruppe 0 positiv habe, was zu vielen Blutgruppen passt und oft gebraucht wird." Seit seinem 19. Lebensjahr lässt der heute 23-Jährige alle vier bis fünf Monate Blut. "Egal ob Sommer oder Winter, für so etwas hat man immer Zeit."
Ein weiteres Vorbild ist Julia Fuchs aus Hofstetten. Die Leiterin der Landjugend Hofstetten-Grünau geht regelmäßig zur Blutspende. Für die Aktion #lifesaver_noe ließ sie sich sogar dabei ablichten (Foto). "So kann man anderen helfen, indem man nur ein paar Minuten seiner Freizeit opfert."

"Schwules Blut rettet Leben"

Am Weltblutspendetag machte die Sozialistische Jugend St. Pölten Stadt auf das Spendeverbot für homosexuelle Männer aufmerksam. Die Vorsitzenden Peter Schicho und Marie Chahrour appellieren: „Verwehren wir Menschen, die gerne spenden möchten, nicht die Möglichkeit zur Hilfe!“

Zur Sache:

An der Blutbank St. Pölten werden jährlich 23.000 Blutkonserven produziert. Spenden darf grundsätzlich jeder ab dem Alter von 18 Jahren. Das Gewicht muss mindestens 50 Kilo betragen. Erstspender dürfen nicht älter als 60 Jahre sein. Frauen dürfen vier bis fünf Mal pro Jahr, Männer bis zu sechs Mal. Der Mindestabstand zwischen zwei Vollblutspenden muss 8 Wochen betragen. Eine Konserve ist 42 Tage haltbar.

Termine:

Möglichkeit zur Blutspende in der Blutbank des Universitätsklinikums St. Pölten, Propst-Führer-Straße 4: Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag 8 - 13 Uhr, Mittwoch 8 -18 Uhr;
Weitere Termine im Bezirk:22.6., 16:30 - 19:30 Uhr: Schule, Schulstraße 6, Obergrafendorf; 29.6., 16:30 - 19:30 Uhr: Rettungsstelle, Mariazellerstraße 14, Rabenstein; 8.7., 16 - 19 Uhr: FF-Haus, Stössing 93; 11.7., 17 - 20 Uhr: FF-Haus, Formbacherstraße 9, St. Pölten-Radlberg; 18.7., 16:30 - 19:30 Uhr: Heurigenlokal Gamsjäger, Hofstraße 21, Zagging; 20.7., 6:30 - 19:30 Uhr: Gasthaus Niederer, Übergangrotte 15, Frankenfels; 25.7., 16:30 - 19:30 Uhr: Gasthaus Haas, Pottenbrunner Hauptstraße 79, Pottenbrunn; 26.7., 16:30 - 20 Uhr: Gasthaus Bertl, Evangeliplatz 1, Gerersdorf; 27.7., 16:30 - 19:30 Uhr: FF-Haus, Florianigasse 1, Inzersdorf; 30.7., 9 - 12 und 13 - 18 Uhr: Rotkreuz-Haus, Obere Hauptstraße 21, Böheimkirchen;

Rotkreuz-Präsident Josef Schmoll und Stephan Pernkopf mit Lydia Zagler und Julia Fuchs von der Landjugend.
Mitarbeiter der Blutspendezentrale und Bezirksstellenleiter Stv. Katrin Wiesinger bei einer Aktion in Neulengbach

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