07.02.2018, 13:55 Uhr

Einbruchsdelikte geklärt: Diebeszug unter anderem in Wilhelmsburg und Böheimkirchen

Generalmajor Franz Popp, B.A. M.A., Landespolizeidirektor-Stellvertreter, Erster Staatsanwalt Mag. Leopold Bien, LL.M., Staatsanwaltschaft St. Pölten, und Major Michael Hochgerner, Bezirkspolizeikommandant Lilienfeld; (Foto: LPD NÖ/H. Holub)
BEZIRK ST. PÖLTEN (red). Die Landespolizeidirektion bittet darum, verdächtige Vorgänge direkt bei der Polizei zu melden und sich Hinweise wie z.B Nummerntafeln zu notieren. "Lieber ein Mal zu oft, als ein Mal zu wenig die Polizei anrufen", erklärte Generalmajor Franz Popp bei der Präsentation der Aufklärung einer großen Einbruchsserie, die im Bezirk Lilienfeld ihren Anfang nahm.

Kulturgut erbeutet

Polizisten der Polizeiinspektion Lilienfeld klärten in Zusammenarbeit mit Bediensteten der Diebstahlsgruppe des Landeskriminalamtes Niederösterreich Einbrüche in 32 Eigenheime in Niederösterreich und der Steiermark. Nach Abschluss der Ermittlungen konnten insgesamt 50 strafrechtliche Delikte einer fünfköpfigen rumänischen Tätergruppe zur Last gelegt werden.
Der Polizeiinspektion Lilienfeld wurde am 16. Juni 2017 ein Einbruchsdiebstahl in ein Wohnhaus angezeigt. Bei diesem Einbruch erbeuteten unbekannte Täter unter anderem Kulturgut (Porzellan, Besteck, historische Fotoalben, Bilder, etc.). Nach akribischen Ermittlungstätigkeiten gelang es, eine 27-jährige rumänische Staatsangehörige, die im Bezirk Lilienfeld wohnhaft ist, als Verkäuferin eines Teils des Diebesgutes auszuforschen. "Über Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde eine Hausdurchsuchung bei der Frau durchgeführt",  so Major Michael Hochgerner, Bezirkspolizeikommandant Lilienfeld. Dabei wurde eine umfangreiche Menge an Diebesgut sichergestellt.

Familien-Clan auf Diebestour

Als weitere Beschuldigte konnten der 31-jährige Lebensgefährte der Hauptbeschuldigten, die sich in Karenz befindet und zuvor Selbständig erwerbstätig war, deren 21-jährigen Cousin sowie einen 17- und eine 19-Jährige (ohne Wohnsitz in Österreich) ausgeforscht werden. Im Laufe der polizeilichen Ermittlungen stellte sich heraus, dass die 27-jährige Frau als Haupttäterin dieses „Familienclans“ fungierte. Sie soll fast ausschließlich für die Auswahl der Tatorte, die unmittelbare Tatbegehung sowie auch die Verwertung des Diebesguts zuständig gewesen sein. Ebenso soll ihr Lebensgefährte bei nahezu allen strafbaren Handlungen beteiligt gewesen sein. Am 25. September 2017 klickten für die 27-Jährige und ihren Lebensgefährten die Handschellen.

Tatorte im Bezirk St. Pölten und Bezirk Lilienfeld

Die Schadenssumme der ihnen zur Last gelegten 50 Delikte beträgt 70.000 Euro.  Drei Diebstähle fanden in Wilhelmsburg statt (unter anderem Motorsense, Kartoffeln und Bargeld). Ein Tatort befand sich in Böheimkirchen. Der Tatzeitraum erstreckt sich von Beginn des Jahres 2017 bis September 2017.

Hinweise erbeten

Eine Statue aus dem 18. Jahrhundert – Hl. Florian, die bei einem Wohnhauseinbruch im Bezirk St. Pölten gestohlen wurde, konnte bislang nicht wieder aufgefunden werden. Sie soll durch die zwei Kinder der Beschuldigten beschädigt worden sein. Sachdienliche Hinweise zu der Statue werden an die Polizeiinspektion Lilienfeld, 059133- 3120, erbeten.

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