Bürgermeisterwahlen 2027
Grilz will weiter das Gemeindeoberhaupt bleiben
- Wolfgang Grilz zieht 2027 für die FPÖ wieder ins Rennen um den Sessel des Gemeindechefs.
- Foto: MeinBezirk.at/Astrid Siebert
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Für die Gemeinde St. Georgen am Längsee steht Bürgermeister Wolfgang Grilz (FPÖ) für eine weitere Funktionsperiode bereit. Im Interview spricht er über Pläne und Überraschungskandidaten.
ST. GEORGEN. Grilz ist seit 40 Jahren in der Kommunalpolitik tätig, davon sechs Jahre als Vizebürgermeister und nun seit einer Funktionsperiode als Bürgermeister. Der gelernte Maschinenschlosser und Textildrucker hat schon nach seinen ersten Berufsjahren in der Politik angedockt. "Ich habe damals Jörg Haider kennengelernt und beim Club Drei Veranstaltungen organisiert", erinnert er sich. Im Laufe der Jahre hat er sich ein großes Netzwerk aufgebaut, was ihm auch jetzt noch als Bürgermeister zu Gute kommt. Denn was für ihn in der Gemeinde neben zahlreichen Aufgaben wichtig ist, ist "Veranstaltungen herzuholen, damit was los ist."
"Ehrenamt muss unterstützt werden"
Ohne Vereine geht das nicht, deshalb ist ihm dem ehemaligen Feuerwehr-Kommandanten das Ehrenamt extrem wichtig. "Wir haben so viele fleißige Verein in der Gemeinde, deshalb ist es mir wichtig, das Ehrenamt zu unterstützen", so Grilz, "bei freiwilligen Leistungen darf nicht gespart werden, denn die Vereine sind das Fundament unserer Gesellschaft. Ich bin auch sehr froh und stolz, dass nach der Pandemie kein Verein aufhören musste, einzig die Musikkapellen haben sich zu einer zusammengeschlossen."
- In St. Georgen konnten einige Projekte umgesetzt werden, oft happerte es an bürokratischen Hindernissen. Aber man bleibt weiterhin an Plänen, wie etwas dem Sportzentrum und Nahversorger für Launsdorf dran.
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Nicht alles zum Guten
In den vergangenen Jahrzehnten hat sich für die Kommunalpolitik vieles verändert. "Und nicht alles zum Guten", so Grilz weiter im Interview, "durch immer mehr Bürokratie, Vorschriften und Gesetze, die oft nicht nachvollziehbar sind, haben die Menschen weniger Mut zu Entscheidungen. Die Selbstverantwortung wird den Menschen abgenommen." Als Beispiel dafür sieht er immer noch Teile des Kinderbetreuungsgesetzes, "der Gratis-Kindergarten ist zwar toll für die Eltern, aber für die Gemeinden eine Katastrophe, nicht nur budgetär, viele mussten neue Räumlichkeiten schaffen und mehr Personal einstellen. Hängen bleiben die Kosten bei den Gemeinden."
Auf in den Wahlkampf
Der amtierende Bürgermeister sieht dem Wahlkampf für 2027 entspannt entgegen. Mit Andy Kainz hat er einen neuen Gegenkandidaten der SPÖ. "Ich hatte mit ihm persönlich noch nicht zu tun, wir werden sehen. Es ist nur etwas sonderbar, da die SPÖ ursprünglich schon unseren Vizebürgermeister Thomas Leitner als Spitzenkandidat präsentiert hatte." Das wird auch unter der Bevölkerung derzeit heiß diskutiert. Für Grilz stehen allerdings nicht die politischen Diskussionen im Vordergrund. "Seit Beginn meiner Funktionsperiode als Bürgermeister haben wir in den vergangenen Jahren viel für die Gemeinde weitergebracht", so Grilz, "mir war und ist es immer wichtig, nicht politisch zu agieren, sondern gemeinsam für die Bewohner der Gemeinde da zu sein."
Trinkwasser im Fokus
So wurde die Wasserversorgung wesentlich verbessert. Die Bartlquelle 3 und der Anschluss an die Wasserschiene Krappfelder wurden durchgeführt. Weitere Vorhaben für die Zukunft: Der Hochbehälter in Launsdorf und beim Tatzer müssen vergrößert und erneuert werden. "Sauberes und genügend Trinkwasser hat oberste Priorität", so Grilz weiter, "und eine gute Infrastruktur." Deshalb wird auch weiterhin in die Sanierung der Straßen investiert und auch das schon lange geplante neue Sportzentrum mit Nahversorger in Launsdorf soll endlich konkrete Formen annehmen. Dazu laufen gerade Gespräche mit einem Investor. Sportplatz und Tennisplätze sind in die Jahre gekommen und müssten aufwendig mit hohen Kosten saniert werden - "Da wäre es doch besser gleich in ein neues Sportzentrum zu investieren, dass den Verkehr aus dem Zentrum lenkt und auch genügend Parkplätze bietet."
"Am See ist immer was los"
Mit der Entwicklung des Tourismus ist der Bürgermeister recht zufrieden, Pachtverträge für die Lokale am See konnten vergeben werden und "auch bei der Maultasch tut sich was". Beim Viereck bei der Burg Hochosterwitz soll auch noch mehr Leben stattfinden, einige Veranstaltungen sind in Planung. Heuer ist man in der Gemeinde St. Georgen mit dem Eintritt zum Strandbad am Längsee erstmalig bei der Kärnten Card dabei, was sich bisher recht gut entwickelt hat.
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