Weichen in Eberstein neu gestellt
Vom Bauhofleiter zum Bürgermeister?
- Thomas Weigel (li.) wurde als Spitzenkanditat der ÖVP Eberstein für die kommenden Bürgermeister- und Gemeinderatswahlen nominiert. Der amtierende Bürgermeister Andreas Grabuschnig wünscht ihm dafür viel Erfolg und verspricht seine Unterstützung.
- Foto: MeinBezirk.at/Astrid Siebert
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Nach 24 Jahren als Bürgermeister und insgesamt 35 Jahren in der Lokalpolitik ist für Andreas Grabuschnig (ÖVP) in Eberstein nun Schluss - seine Nachfolger könnte Thomas Weigel werden.
EBERSTEIN. Auch er ist kein Unbekannter in der Gemeinde. Als langjährige Obmann des Schiclubs und des Fußballvereins sowie Mitglied im Tennisverein, bei der Freiwilligen Feuerwehr und in der Dorfgemeinschaft kommt er oft mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch. "Ich denke, das ist ein Vorteil für mich als Bürgermeisterkandidat", ist sich Weigel sicher, "auch als Leiter des Bauhofes sind mir die Bedürfnisse der Menschen vor Ort bekannt." Als Wassermeister setzt er sich seit Jahren für die Sanierung der Wasserversorgungsanlage ein. Das könnte sein erstes Projekt als zukünftiger Bürgermeister sein. "Im Herbst sollen planmäßig die ersten Schritte dafür umgesetzt werden."
Herzensprojekt bleibt
Andreas Grabuschnig kann auf eine lange Liste von umgesetzten Projekten zurück blicken. Egal ob Hochwasserschutz, sozialer Wohnbau, Erhaltung und Ausbau der Infrastruktur, Sanierung Kindergarten und Volksschule oder die Erhaltung der Sportanlagen - immer im Fokus stand für ihn der Nutzen für die Bürgerinnen und Bürger. Und ein Herzensprojekt wird ihn bis in die Pension begleiten: "Die Erhaltung des Nahversorgers ist uns beiden ein großes Anliegen, leider ist das etwas, das von der Politik vernachlässigt wird. Die Finanzierung müssen wir privat stemmen, gefördert werden Konzerne, das muss sich ändern. Ich möchte mich weiterhin dafür einsetzen, dass uns der Nahversorger erhalten bleibt."
Familie und Vereine
Spitzenkandidat der ÖVP für die nächste Bürgermeisterwahl zu sein bezeichnet Weigel als "Ehre", aber ohne die Unterstützung der Familie, die voll hinter ihm steht, hätte er das Mandat nicht angenommen. Als Vereinsobmann und -mitglied weiß Thomas Weigel auch wie es um die Vereine bestellt ist und, dass das Ehrenamt mehr geschätzt und gestärkt werden muss. "Die Vereine sind für uns als Gesellschaft enorm wichtig. Dafür werde ich mich weiter einsetzen. Mit dem Schiclub haben wir vor sechs Jahren die Sommersportwoche ins Leben gerufen, als Entlastung für die Eltern und als Gemeinschaft für die Kinder."
Auf in den Wahlkampf
Auf den Wahlkampf ist er schon gespannt, mit ihm (ÖVP), Alex Dörflinger (Liste Alex Dörflinger) und Patrick Kogler (FPÖ) stehen drei ebenbürtige Kandidaten zur Wahl. "Egal wie die Wahl ausgeht, nur gemeinsam können wir für Eberstein etwas bewirken", davon ist Weigel überzeugt. Auch der noch amtierende Bürgermeister blickt gespannt in die Zukunft. "Wer auch immer von den dreien Bürgermeister wird, er wird sich weiterhin mit Einsparungsmaßnahmen und Finanzierungslösungen beschäftigen müssen. Und ich bin überzeugt, dass sich der Wahlkampf auf sachlicher und konstruktiver Ebene gestalten wird, so wie es bisher auch in der Zusammenarbeit mit allen Fraktionen war."
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