Schulterschluss für die Zukunft
Kärntens LEADER-Regionen kämpfen für Förderung ab 2028
- Die Obleute und LAG-Manager:innen aller sieben Kärntner LEADER-Regionen bekannten sich bei ihrem Abstimmungstreffen in Radenthein geschlossen zum Erhalt der LEADER-Regionen und einer ausreichenden finanziellen Ausstattung für die Förderperiode ab 2028. Unter dem gemeinsamen Motto „LEADER in Kärnten ist unverzichtbar“ wollen sie sich gemeinsam für eine starke Regionalentwicklung im ländlichen Raum einsetzen.
- Foto: Nockregion/Martin Hofmann
- hochgeladen von Katja Pagitz
Alle sieben LEADER-Regionen treten gemeinsam für den Erhalt der Regionalentwicklung ein. Mit einer klaren gemeinsamen Botschaft trafen sich die Obleute der Kärntner LEADER- Regionen gemeinsam mit den LAG-Manager zu einem landesweiten Abstimmungsgespräch in der Nockregion: "LEADER in Kärnten ist unverzichtbar.“
RADENTHEIN. Im Mittelpunkt des Treffens stand die zukünftige Ausrichtung von LEADER ab der Förderperiode 2028 sowie die gemeinsame Positionierung Kärntens im Hinblick auf die laufenden Verhandlungen zum Nationalen und Regionalen Partnerschaftsplan (NRPP) und die zukünftige finanzielle Ausstattung der LEADER-Regionen.
LEADER stärken und langfristig absichern
Die Obleute aller Kärntner LEADER-Regionen sind sich einig: LEADER muss auch in Zukunft als eigenständiges Instrument der Regionalentwicklung erhalten bleiben und mit einer ausreichenden finanziellen Ausstattung versehen werden. "LEADER ist weit mehr als ein Förderprogramm. Die LEADER-Regionen sind heute zentrale Entwicklungs- und Kooperationsplattformen für unsere Gemeinden. Sie bringen Menschen zusammen, initiieren innovative Projekte und schaffen Lösungen für Herausforderungen, die Gemeinden alleine oft nicht mehr bewältigen können“, betonen die Obleute der Kärntner LEADER- Regionen: Manuel Müller (Obmann Villach-Umland und Obleute-Sprecher für Kärnten), Matthias Krenn (Obmann Nockregion-Oberkärnten und Obleute-Sprecher-Stv. für Kärnten), Christian Gamsler (Obmann Carnica-Klagenfurt-Umland), Johann Windbichler (Obmann Hermagor), Valentin Blaschitz (Obmann Unterkärnten), Gerhard Mock (Obmann Mittelkärnten) und Günther Novak (Obmann Großglockner/Mölltal-Oberdrautal).
LEADER bringt Europa in die Regionen
Seit mehr als 30 Jahren unterstützt LEADER die Entwicklung des ländlichen Raums. Die Lokalen Aktionsgruppen (LAGs) verbinden Gemeinden, Wirtschaft, Landwirtschaft, Vereine und Zivilgesellschaft und bringen europäische Fördermittel dorthin, wo sie ihre größte Wirkung entfalten – direkt in die Regionen und Gemeinden. Gerade angesichts der aktuellen Herausforderungen – vom demografischen Wandel über Klimaanpassung und Energiewende bis hin zur Sicherung der Daseinsvorsorge – gewinnt die regionale Zusammenarbeit zunehmend an Bedeutung. "Viele Zukunftsfragen machen nicht an Gemeindegrenzen Halt. Deshalb braucht es funktionierende regionale Netzwerke, die Zusammenarbeit fördern, Projekte entwickeln und Gemeinden bei der Umsetzung unterstützen. Genau diese Rolle übernehmen die LEADER-Regionen seit vielen Jahren erfolgreich“, so die Teilnehmer des Treffens.
Geschlossener Auftritt Kärntens
Das Abstimmungsgespräch diente auch dazu das weitere gemeinsame Vorgehen der Kärntner LEADER-Regionen festzulegen. Ziel ist es, gegenüber Bund, Land Kärnten und den europäischen Entscheidungsebenen geschlossen aufzutreten und sich gemeinsam für den Erhalt der LEADER- Regionen sowie für eine zukunftsfähige Mittelausstattung einzusetzen. Bereits in den vergangenen Wochen fanden dazu Abstimmungen mit dem LEADER-Forum Österreich sowie Gespräche mit Nationalratsabgeordneten und Bundesräten im Österreichischen Parlament statt. Nun setzen die Kärntner Regionen diesen gemeinsamen Weg konsequent fort.
Starke Regionen brauchen starke Rahmenbedingungen
Die Kärntner LEADER-Regionen sind überzeugt, dass eine erfolgreiche Regionalentwicklung nur mit starken regionalen Strukturen möglich ist. "Wer den ländlichen Raum stärken will, muss auch LEADER stärken. Regionalentwicklung beginnt vor Ort – bei den Menschen, den Gemeinden und den regionalen Netzwerken. Dafür braucht es auch künftig die notwendigen Handlungsspielräume und eine ausreichende finanzielle Ausstattung.“ Mit ihrem Schulterschluss senden die sieben Kärntner LEADER-Regionen ein klares Signal: Gemeinsam werden sie sich mit Nachdruck dafür einsetzen, dass LEADER auch über das Jahr 2028 hinaus ein starkes Instrument für Innovation, Zusammenarbeit und nachhaltige Regionalentwicklung bleibt.
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