Bier-Brauer machte Hobby zum Beruf

Seit heuer braut Helga Schmidthaler das beliebte "Poldi-Bier".
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  • Seit heuer braut Helga Schmidthaler das beliebte "Poldi-Bier".
  • Foto: Privat
  • hochgeladen von Julia Hochstraßer

Schon fast zufällig entdeckte Leopold Schmidthaler, dank seinem Bruder, seine Leidenschaft fürs Bierbrauen.

TINSTING. Vor 18 Jahren wurde das erste Mal der Versuch, eigens Bier herzustellen, gestartet: „Wir haben mit sieben Litern begonnen, merkten aber schnell, dass das viel zu wenig war und sich der Arbeitsaufwand dafür nicht lohnt. Deshalb erhöhten wir kurz darauf auf 50 Liter.“

Ausgewogene Produktion

„Im Jahr 2012 wurden verschiedene Gasthäuser auf mein Bier aufmerksam und wollten es kaufen, deshalb machte ich mein Hobby zum Beruf und meldete das Gewerbe an“, erzählt der gebürtige Laussinger. Aktuell werden pro Brauzyklus, der rund zwei Wochen dauert, etwa 470 Liter abgefüllt.

Das leichte, helle „Märzen“ und das etwas dunklere „Bernstein“ werden das ganze Jahr über angeboten, hingegen die „Kohlmeise“ – das fast schwarze Bier – wird nur im Herbst und Winter hergestellt, da diese herbe Sorte nur saisonbedingt nachgefragt wird. Eine Ganzjahresproduktion ist gerade in Planung. „Wir haben für jeden Geschmack das richtige Bier, nur halt nicht exotische Sorten, denn Bier muss ja nach Bier schmecken.“

Neben seiner Tätigkeit als Bierbrauer war Schmidthaler selbstständiger Installateur. Seit April genießt der vierfache Vater und siebenfache Großvater seine wohlverdiente Pension und übergab seiner Gattin Helga die Firma. Er steht ihr nun lediglich mit hilfreichen Tipps rund um die Braukunst zur Seite. Abgefüllt wird das sogenannte „Poldi-Bier“ in Zwei-Liter-Humpen, Zehn-Liter-Fässer und 25-Liter Fässer.

Umweltschonend arbeiten

Das „Märzen“ wurde bereits 2004 bei der „Staatsmeisterschaft der Klein-Brauer“ mit dem zweiten Platz ausgezeichnet, obwohl das eigentlich so nicht geplant war. „Wir wollten uns damals nur die Meisterschaft ansehen und hatten zum Trinken unser Bier mitgenommen. Dann wurden wir gefragt, ob wir mitmachen wollen und wurden schlussendlich prämiert“, erzählt Schmidthaler schmunzelnd.

Das „Poldi-Bier“ wird CO2-neutral hergestellt und in Pfandflaschen abgefüllt. „Jeder kann sich bei uns gegen Vorankündigung Bier abholen, egal in welcher Menge“, sagt der gelernte Uhrenmacher. Ebenso werden Führungen durch die kleine Brauerei angeboten. Dabei kann sich jeder selbst einen Eindruck über den Familienbetrieb verschaffen.

Kontakt
Helga Schmidthaler: 0664 / 97 57 070
Leopold Schmidthaler: 0664 / 42 51 871

Seit heuer braut Helga Schmidthaler das beliebte "Poldi-Bier".

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