Hohe Auszeichnung für die Katholische Jugend der Region Ennstal

Jurymitglied und Gründunsmitglied MKÖ Helmut Edelmayr, Bürgermeister v. Ternberg Leopold Steindler, Dechant Friedrich Lenhart, Geschäftsführerin MKÖ Christa Bauer, Vorstitzender MKÖ Willi Mernyi, Zweite Nationalratspräsidentin Doris Bures, Anita Buchberger, Erich Buchberger, Reinhard Fischer, Ursula Stöckl, emer. Bischof Maximilian Aichern (v. li.).
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  • Jurymitglied und Gründunsmitglied MKÖ Helmut Edelmayr, Bürgermeister v. Ternberg Leopold Steindler, Dechant Friedrich Lenhart, Geschäftsführerin MKÖ Christa Bauer, Vorstitzender MKÖ Willi Mernyi, Zweite Nationalratspräsidentin Doris Bures, Anita Buchberger, Erich Buchberger, Reinhard Fischer, Ursula Stöckl, emer. Bischof Maximilian Aichern (v. li.).
  • Foto: Parlamentsdirektion/Johannes Zinner
  • hochgeladen von Sandra Kaiser

BEZIRK. Zum zweiten Mal stifteten das Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) und die Österreichische Lagergemeinschaft Mauthausen (ÖLM) den Hans Maršálek-Preis für herausragende Leistungen im Bereich der Gedenk-, Erinnerungs- und Bewusstseinsarbeit. Mit den Auszeichnungen wird an den Zeitzeugen Hans Maršálek erinnert, der sein Leben nach dem Zweiten Weltkrieg der Erforschung und Dokumentation der Geschichte des Konzentrationslagers Mauthausen und seiner Außenlager gewidmet hat.
Geehrt wurden Initiativen, die das Wirken Maršáleks fortführen. Aus der Vielzahl an eingereichten Projekten aus dem In- und Ausland wurden in einem stimmungsvollen Feierakt am 7. Juni 2018 im Palais Epstein in Wien drei Projekte und ein Anerkennungspreis ausgezeichnet.
Auch die Katholische Jugend der Region Ennstal war mit ihrem Friedensprojekt „zum:verGEHEN:erinnern“ unter den Preisträgern. Reinhard Fischer, Regionskoordinator der Region Ennstal und Anita Buchberger, Beauftragte für Jugendpastoral im Dekanat Weyer, nahmen stellvertretend für alle Engagierten den Preis in Empfang.
„Wir verneigen uns tief vor Hans Maršálek. Seine Erinnerung müssen wir weitertragen. Die Auseinandersetzung der Katholischen Jugend der Region Ennstal mit den damaligen Todesmärschen ist beeindruckend und beispielgebend", so Laudator Bischof Maximillian Aichern. Er würdigte das Engagement der jungen Menschen als einen gegenwärtig unverzichtbaren Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt. Im Projekt "zum:verGEHEN:erinnern" setzten sich die Jugendlichen im Zeitraum 2014-2015 intensiv mit den Todesmärschen durch das Ennstal auseinander und rückten diese tragischen Geschehnisse in das Gedächtnis. Sie fertigten Holzskulpturen an, die in ihrer gebeugten Haltung an die unsäglichen Qualen der Opfer erinnerten und an verschiedenen Orten entlang der Ennstal-Bundestraße zu sehen waren. Im April 2015 wurden beeindruckende Lichtfeiern abgehalten, die den Fluss Enns an zehn verschiedenen Orten in ein leuchtendes Mahnmal verwandelten. Bei Zeitzeugengesprächen kam es zu berührenden Begegnungen zwischen Jung und Alt und für den Gedenkraum in der Pfarrbaracke Ternberg – am Gelände des ehemaligen KZ-Außenlagers - wurde ein Mahnmal gestaltet, das an die Opfer der Todesmärsche erinnert. Mit dem Friedensprojekt „zum:verGEHEN:erinnern“ ist es gelungen, Jugendliche in Bezug auf die Gefahren von Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Rechtsradikalismus zu sensibilisieren und für ein Engagement hinsichtlich eines friedvollen, gesellschaftlichen Zusammenlebens zu motivieren. Gleichzeitig wurde die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus ins öffentliche Bewusstsein gerückt.
Bei der Preisverleihung betonte die 2. Präsidentin des Nationalrates Doris Bures die Notwendigkeit, die Stafette der Erinnerung an zukünftige Generationen weiterzugeben. Der Vorsitzende des Mauthausen-Komitees Willi Mernyi zeigte sich von den eingereichten Projekten begeistert. Sie seien „Beispiele erfolgreicher Gedenk- und Bewusstseinsarbeit. Sie spiegeln die Arbeit der Initiativen im Netzwerk des Mauthausen Komitees Österreich wider. Jugend, Innovation und Zivilcourage, die für Hans Maršálek besonders wichtig waren, sind deutlich sichtbar!"
Bundespräsident a. D. Heinz Fischer richtete mahnende Worte an die Anwesenden. Das Inhumane suche sich neue Formen, es tarnt sich. „Es darf nicht passieren, dass wir Worte verwenden, die ausgrenzen, rassistisch sind oder andere Menschen als minderwertig bezeichnen“ so Fischer.
Die weiteren PreisträgerInnen waren das Gymnasium Ried/Innkreis, das MKÖ Schloss Lind in der Steiermark und die Gedenkinitiative R.E.F.U.G.I.U.S in Rechnitz im Burgenland.
Für die Katholische Jugend der Region Ennstal ist es sehr ermutigend, dass das Engagement in der Gedenk- und Friedensarbeit derart geschätzt und gewürdigt wird. Man wird darin nicht nachlassen. Das Projekt „zum:verGEHEN:erinnern“ wurde im Jahr 2016 auch mit dem Solidaritätspreis der Linzer Kirchenzeitung ausgezeichnet.

Jurymitglied und Gründunsmitglied MKÖ Helmut Edelmayr, Bürgermeister v. Ternberg Leopold Steindler, Dechant Friedrich Lenhart, Geschäftsführerin MKÖ Christa Bauer, Vorstitzender MKÖ Willi Mernyi, Zweite Nationalratspräsidentin Doris Bures, Anita Buchberger, Erich Buchberger, Reinhard Fischer, Ursula Stöckl, emer. Bischof Maximilian Aichern (v. li.).
emer. Bischof Maximilian Aichern, Zweite Nationalratspräsidentin Doris Bures, Anita Buchberger (Beauftragte für Jugendpastoral im Dekanat Weyer), Reinhard Fischer (Regionskoordinatior kath. Jugend Ennstal), Willi Mernyi (Vorsitzender Mauthausen Komitee Österreich) (v. li.)

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