Victoria Arthofer fährt zur Barista-Weltmeisterschaft

Mit Liebe dabei: Victoria Arthofer bei der Irish-Coffee-Zubereitung in der Bücherei in Losenstein.
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  • Mit Liebe dabei: Victoria Arthofer bei der Irish-Coffee-Zubereitung in der Bücherei in Losenstein.
  • Foto: Heidy Pranzl
  • hochgeladen von Lisa-Maria Auer

LOSENSTEIN. Beim - Im Rahmen des 4. Vienna Coffee Festival fanden die Österreichischen Barista-Meisterschaften statt: Victoria Arthofer aus Losenstein holte in den Kategorien „Coffee in Good Spirits“ und „Brewers Cup“ jeweils den ersten Platz. Damit löst Arthofer die Tickets für die Weltmeisterschaften im November: Oft zuhause wird die 28-Jährige in diesem Monat nicht sein – die WM zum Brewers Cup wird in Dubai ausgetragen, um die Titel in Coffee in Good Spirits ebenfalls im November in Brasilien.

So wird man „Misses Barista“

Die Liebe zum „guten Kaffee“ hat Arthofer im Kaffee Alchemie in Salzburg entdeckt. „Vorher hat mit Kaffe eigentlich nicht wirklich geschmeckt, das war mir zu bitter - mit Zucker war´s ok“, denkt Arthofer schmunzelnd zurück. Alchemie-Chef John Arild Stubberud – zertifizierter SCA-Juror bei Meisterschaften – hat sicher seinen Teil dazu beigetragen, dass sich das Blatt wendet.
Seither hat die Losensteinerin an vier Meisterschaften teilgenommen: Einmal reichte es für Platz 3, einmal wurde sie disqualifiziert, weil sie zu wenig eingeschenkt hatte.
Heuer hat alles geklappt. Vorbereitet hat sich Arthofer unter anderem zum Jahreswechsel hin noch beim Christkindlmarkt in Losenstein: (fast) 40 Irish Coffees hat die 28-Jährige an diesem Abend zubereitet.

Österreichische Barista-Meisterschaft – die Kategorien

- Barista (die „Königsdisziplin“): 15 Minuten Präsentationszeit für Excellence im Kaffee und im Rahmen von "Performance-Standards" (4x Espresso, 4x Milchgetränke, 4x "Signature" Drink) - Bewertet werden Sauberkeit, Kreativität, Profesionalität, Geschmack...
- Cup Tasting: aus 8x3 Tassen muss die jeweils "falsche" anhand von Geruch, Geschmack, Aufmerksamkeit und Erfahrung erschmeckt und aussortiert werden. Die Zeit wird mitgestoppt, es zählen möglichst viele richtige Tassen
- Latte Art: die Kunst des Milchschäumens und Milchgießens: bewertet werden Kreativität, Übereinstimmung bei Paaren, Kontrast, und allgemeine Performance.
- Brewers Cup: Filter Kaffee – drei gleiche Tassen in zehn Minuten, inklusive Präsentation und Kaffee-Beschreibung. Hier gilt es, die Methode zu erklären, Gründe und Vorteile der Handgriffe zu erläutern, den Kaffee zu beschreiben (welche Aromen, Geschmäcker, Süße, Körper, Nachgeschmack etc.) + Service Kompetenzen
- Coffee in Good Spirits: Kaffee & Alkohol – als Mixologie für innovative Rezepte. In der „abgespeckten" Version für Österreich gab es nur eine Runde (bei der WM geht dieser Bewerb über mehrere Runden). In zehn Minuten müssen (in Wien) zwei Irish Coffees (ebenfalls inklusive Beschreibung) sowie zwei Signature-Drinks mit Kaffee & Alkohol zubereitet werden.

Tipp für Zuhause

Für Kaffeeliebhaber hat die Arthofer noch wertvolle Tipps für tollen Kaffeegenuss in den eigenen vier Wänden:
Auf die Bohnen kommt's zuallererst an: Diese sollten nicht zu dunkel ("zerröstet") sein und außerdem möglichst frisch geröstet sein, idealerweise innerhalb von sechs Wochen. "Ich verwende nur Arabica-Bohnen, weil sie einfach feinere, fruchtigere und nuanciertere Geschmacksnoten haben. Außerdem sind Arabica Bohnen magenverträglicher als oft verwendete Robusta-Bohnen und haben weniger Koffeingehalt als die verwandte Sorte “, so die Kaffe-Expertin. Für absolutes Aroma empfiehlt Arthofer, die Bohnen frisch und je nach verwendeter Zubereitungsmethode den Mahlgrad, also von fein bis grob, anzupassen. Ein kleiner Richtwert für Zuhause: Die „Standard-Dosierung“ für Filterkaffee beträgt ungefähr 60 Gramm auf 1 Liter.

Für die Kaffeezubereitung außerdem enorm wichtig: das Wasser und Wassertemperatur! Immerhin besteht unsere Tasse Kaffee zu 99% aus Wasser. Für Daheim gibt es zum Beispiel von BWT Tischfilter, da zu hartes Wasser den Kaffee nicht voll entfalten lässt. Kaffee sollte nicht brodelnd heiß aufgebrüht werden, da das Ergebnis sonst eine bittere Tasse ist: am Besten also kurz stehen lassen, die optimale Temperatur liegt zwischen 92-96 Grad.
Egal, über welche Geräte (Filter, Espresso, Vollautomat, Bialetti, French-Press... ) man verfügt – regelmäßig gründlich reinigen!

Warum Arabica:
Arabica-Kaffee ist bekömmlicher und geschmacklich nuancierter. Wegen seinem starken Duft, seiner hellhaselnussbraun-rötlichen Crema und die feinere Geschmacksnote trifft er zudem den klassischen Geschmack eines nordeuropäischen Kaffeegenießers. Arabica-Kaffee sei außerdem weniger bitter und habe einen geringeren Chlorogensäuregehalt, was ihn magenverträglicher als den Robusta mache.

Mit Liebe dabei: Victoria Arthofer bei der Irish-Coffee-Zubereitung in der Bücherei in Losenstein.
Victoria Arthofer bei der Österrichischen Barista-Meisterschaft.

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