6 /12 Stundenlauf von Vogau zugunsten der Kinderkrebshilfe

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Der 6/12 Stundenlauf von Vogau ist für mich nicht nur eine Station des Österreichischen Ultralaufcups , nein in erster Linie ist es ein Benefizlauf zugunsten der Steirischen Kinderkrebshilfe.
Ursprünglich habe ich mich für den 12 Stundenlauf angemeldet. Doch mein Freund Dominik Pacher überzeugte mich heuer an den Österreichisch Ultralaufmeisterschaften über 24Stunden in Irdning teilzunehmen. So musste ich vernünftiger Weise einige Läufe etwas kürzen wie eben Vogau von 12 auf 6 Stunden. So rief ich sehr kurzfristig in Vogau bei Dietmar Michalitsch Initiator und Organisator des 12 Stunden Benefizlaufes an um bitte die Anmeldung für mich zu ändern. Wir haben nur ein paar Wörter gewechselt und wussten sofort wir verfolgen dasselbe Ziel.
Durch eigene Schicksalsschläge geprägt liegt unser Hauptaugenmerk anderen mit unserem tun zu helfen. Für mich war es in Vogau das erste Mal das ich dabei bin obwohl es diese Veranstaltung seid 2004 gibt. So war es heuer sogar ein Jubiläumsjahr das im Vorfeld durch das sehr persönliche Gespräch mit „Didi“ die Vorfreude noch einmal steigerte. Ich habe von meine zahlreichen Ultralaufreunden schon gehört dass man in Vogau einfach laufen muss.
Eine unglaubliche Stimmung über die gesamte Strecke persönliche Rundenzähler, riesige Labestation, Livebands, Moderator, begeisterte Zuschauer und herzliche Einwohner von Vogau.
Die Vorzeichen für diese Veranstaltung stehen leider auf Regen. In Steyr wie in vielen Städten Österreichs gehen starke Regenfälle nieder und lassen die Pegelstände der Flüsse sehr rasch steigen. So verlassen lassen wir Steyr mit einem mulmigen Gefühl am Samstag früh im strömenden Regen und höhen Pegelständen Richtung Vogau. Es regnete in Strömen und es hörte nicht auf auch wenn wir immer näher Richtung Süden unterwegs sind. Dank Facebook erführen wir das der Lauf bei leichtem Regen pünktlich um 08:00 Uhr für die 12 Stundeläufer gestartet wurde und das Wetter immer besser werde. Bei uns verabschiedete sich der Regen erst nach Graz das die Hoffnung schön langsam steigen lies doch noch ohne Regen zu laufen. Für uns Läufer ist es zwar nicht so entscheidend ob es regnet oder nicht obwohl uns es ohne Regen auch besser Gefällt, vor allem bleiben die Schuhe und somit die Füße trocken das für die Blasenbildung entscheidend ist. Aber für unsere Betreuer ist es schon schwer genug 12 oder 6 Stunden konzentriert am Streckenrand auf uns aufzupassen und uns jeden Wunsch von den Lippen abzulesen. So muss es nicht unbedingt auch noch Regnen. So kommen wir halbwegs trocken gegen die Mittagszeit in Vogau an. Wir sind Ich und mein bewährtes Betreuerteam, Meine Frau Daniela sowie mein Sohn Alexander die mittlerweile eine riesen Erfahrung bei der Betreuung mitbringen das mir bei diesen Läufen unheimlich hilft mich nur auf das Laufen konzentrieren zu können.
Da noch 2 Stunden Zeit war um die Startnummer abzuholen und unseren Betreuerstand aufzubauen, konnten wir die Zeit noch genießen die 12 Stundenläufer anzufeuern und viele Freunde zu begrüßen, die entweder schon Laufen oder mit mir um 14:00 Uhr den 6 Stundenlauf in Angriff nehmen. Es wurde nicht zu viel versprochen die Stimmung war einfach unglaublich tolle Musik, lässiger Moderator ,die Rundenzähler und natürlich die Zuschauer machten schon richtig Partie. Mich juckt es sofort endlich auf die Strecke zu gehen um mittendrin zu sein bei der großen Laufpartie. Aber vorerst galt es eben meine Freunde zu begrüßen und sie schon fest anzufeuern. So kamen als erstes Heinz Jürgen Ressar mit Hubert Morawetz um die Kurve die mit einer unheimlichen Pace unterwegs waren als wäre es ein schneller Marathon. Abklatschen und weiter geht es. Super Burschen das sieht gut aus. Am Ende des Tages sollte ich recht behalten. Oder Mirsad Abdakovic der im Gleichschritt mit seinem Bruder unterwegs ist, ein tolles Wiedersehen. Mirsad und ich haben uns vor drei Jahren beim Mozart 100 kennen gelernt und seid damals nicht mehr persönlich gesehen. Aber trotzdem hatten wir schon ein unglaubliches Abenteuer gemeinsam bestritten das einfach fürs Leben verbindet. Natürlich darf bei Ultralaufveranstaltungen mein Verein Laufwunder Steyr nicht fehlen der mit einer großen Anzahl von unglaublichen Ultraläufern/innen am Start waren. Bitte nicht böse sein das ich hier nur Bart Ernst erwähne mit dem ich erst vor einer Woche im Gleichschritt beim Pink Ribbon Charitylauf unterwegs war. Laufwunder Steyr ist die Heimat der großen Ultraläufer aus unserer Gegend. Spitze was ihr immer wieder auf die Beine stellt. So freue ich mich schon wieder wenn ihr die 100km im Stadtgut Steyr veranstaltet, natürlich auch im Rahmen des Österreichischen Ultralaufcup. Schön langsam treffen auch alle Teilnehmer des 6 Stundenlaufes ein, wie Nicole Schawill die sich am Ende des Tages über den Gesamtsieg bei den Damen freuen darf. Herzliche Gratulation Nici das hasst Du Dir verdient, eine unglaubliche Leistung. Mittlerweile ist auch Dominik Pacher mit seiner Freundin und gleichzeitigen Betreuerin Martina Mikula eingetroffen die für mich/uns nicht nur Lauffreunde sind sondern Freunde fürs Leben geworden sind. Was Dominik in Kärnten und den Rest von Österreich im Bereich des Laufsportes, Charitybereich und speziell für Behinderten Sportler bewegt hat ist unglaublich und so ist er ein Vorbild für mich und für viele. Nachdem wir unseren Platz entlang der Stecke für die Betreuung bezogen haben begeben wir uns in den Start/ Zielbereich um alle zu begrüßen und noch einmal so richtig Stimmung zu machen für unseren Start. Hier werden auch noch einmal fotografiert, sich umarmt und gedrückt die Hände geschüttelt und einem jeden viel Glück und Gesundheit für die nächsten Stunden gewünscht. Eine große Familie wo ein jeder dem anderen alles Gute wünscht. Wir sind Gemeinsam unterwegs um „Gutes zu tun“ für die steirische Kinderkrebshilfe. So gibt es noch einmal eine feste Umarmung Mit Didi Michalitsch bevor wir im Countdown den Start einklatschenUnd Los geht es, unter tosenden Applaus der vielen Zuschauer und Betreuer auf die erste Runde. Dominik Pacher vorne weg ich Zentimeter dahinter und hinter mir Tino Griesbach mit dem ich schon einige Läufe bestritten habe wie in Lassee oder beim Wings for Life World Run. Für die Zuschauer mag es zeitweise ausgesehen haben wie eine Kunstflugstaffel die Synchron ihre Bewegungen machen. Ein Schritt nach rechts einen links und wir hinterher. Dominik ist der perfekter Teamleader der wie ein Uhrwerk seine Runden dreht. Tino und ich stellen uns unter Beweis das wir die perfekten Flügelmänner sind die ihren Teamleader nicht im Stich lassen. Aber trotzdem ist mir klar dass ich diese Pace nicht bis zu Ende mit Dominik gehen kann. So nutze ich aber die Zeit bis ich nachlasen muss um so viele Kilometer wie möglich zu machen. Für die mentale Einstellung ist es positiv dass wir noch sehr frisch sind gegenüber den 12 Stunden Läufer. Man ist permanent am überholen auch die Livebands und Musikanlagen entlang der Strecke tragen positive dazu bei. Aber auch die Betreuer der anderen Läufer feuern einem lautstark an speziellen Dank an Marlene Sturm die mich keine Runde übersehen hat und mich tatkräftigst anfeuerte. So wie das Laufwunder Steyr Team die immer einen motivierenden Spruch auf Lager hatten. Nach 2 Stunden musste ich meinen Teamleader ziehen lassen und ich war auf mich allein gestellt, das mir aber nicht viel ausmacht. Denn das ist immer der Zeitpunkt wo ich mir meine Kräfte einteile und mein Tempo für die nächsten Stunden suche. Zu diesem Zeitpunkt kommt Heinz Jürgen Ressar an mir vorbei und ich versuche mit meinem Freund, der schon 9 Stunden unterwegs ist und ich erst 3 seine Pace zu halten. Am Anfang ein paar Schritte vor im dann neben in und nach ein zwei Runden hinter im unglaublich dieser Mann. Ein Genuss mit anzusehen wie gleichmäßig er seine Runden dreht. Bei mir hat sich zu diesem Zeitpunkt schon ordentlich die Oberschenkeln bemerkbar gemacht. Aber da zieht mein Betreuer Team den Joker Panaceo ein Naturprodukt das Großteils aus dem Vulkanmineral PMA besteht das neben viele positiven Eigenschaften die Laktatbelastung mindert. So merke ich Runde für Runde dass es mir immer besser geht und ich wieder in meinen Laufrhythmus finde. In dieser Zeit Danke ich auch Lydia und Willi Pernold die ein fixer Bestandteil der Ultralaufszene geworden sind für ihre aufmunternden Worte beim aufeinander treffen auf der Strecke. Die letzte Stunde war dann nur mehr ein Genuss auch wenn wir glaub ich jeder den ein oder andern Schmerz zu verkraften hatten. Die Menschen rund um die Strecke und die Läufer haben sich gegenseitig motiviert und gepusht. Vor allem mein Betreuer Team war zu diesem Zeitpunkt enorm wichtig für mich die mir gerade in schlechten Phasen zur Seite stehen. Ich liebe Euch. Aber auch der Start / Ziel Bereich war einfach unglaublich viel Emotion und vor allem Spaß mit meinem persönlichen Rundenzähler trugen mich Runde um Runde. So kam es das ich genau in der letzten Runde noch eine lässige Begegnung mit einem Läufer hatte Helmut Kaufmann. Wir kannten uns bis zu diesem Zeitpunkt nicht kamen aber bei dem letzten durchlauf durch Start und Ziel ins Schwärmen was für eine geile Veranstaltung das hier ist und so genießen wir die letzte Runde bis die Schlusssirene erklingt gemeinsam. Vorbei an Team Betreuer, Staffeln, Livebands und Zuschauer. So motiviert laufen wir den letzten Kilometer noch einmal unter 5 Minuten den Kilometer. Überglücklich erwarten wir die genaue Vermessung der noch zurück gelegten Strecke so kamen am Ende für mich nach 6 Stunden 67,3 km zusammen das Gesamt den 10 Platz bedeutete. Eine persönliche Bestleistung die mich sehr freut. Am Weg zurück Gratulieren wir uns alle gegenseitig den jeder der hier 6 oder 12 Stunden laufend oder gehend zurück gelegt hat ist ein Held. Aber den größten Helden treffe ich im Ziel. Heinz Jürgen Ressar hat an diesem Tag in 12 Stunden unglaubliche 142,7 km zurückgelegt das nicht nur in Vogau den unangefochtenen Gesamtsieg bedeutet sondern mit dieser Kilometeranzahl hat er sich auch auf Platz 2 der ewigen Bestenliste in Österreich eingereiht. Ich freue mich riesig mit meinem Freund und sage freundschaftlich zu ihm im Ziel „ Du bist ein Tier“ Er hat wieder einmal bewiesen was alles im Leben möglich ist wenn man daran glaubt und hart daran Arbeitet, auch wenn viele es nicht für möglich halten. Ich weiß das für ihn aber nicht der Erfolg oder die Anerkennung steht den am meisten denkt er an andere, das ihm 2012 bei der Life goes on Gala eine Auszeichnung die Tara in der Kategorie Gesellschaft verdient überreicht wurde.
Heinz Jürgen Ressar setzt sich seit einigen Jahren sehr stark für die Herzkinder Österreich ein.
So passt es perfekt zu dieser Veranstaltung wo wir Dank Didi Michalitsch und seinem unglaublichen Team ohne die so eine Veranstaltung nicht möglich wäre, gemeinsam unterwegs waren für die steirische Kinderkrebshilfe. Leider konnten wir die Siegerehrung nicht mehr abwarten da wir noch eine lange Heimreise hatten. So blieb mir nur mehr eine Innige Umarmung mit Didi Michalitsch um Danke zu sagen das es solche Menschen gibt wie ihn die Engagement, Energie und Zeit investieren so eine Veranstaltung auf die Beine zu stellen. Ich bin mir sicher unsere Wege werden sich wieder einmal kreuzen. Auch Dominik und ich müssen sich leider verabschieden aber wir haben schon wieder unsere nächsten Projekte im Kopf wo wir wieder ein neues Kapitel aufschlagen werden in der Welt des Ultralaufsportes.
wer lauft der findet Andreas

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