Erinnerungen an den 10. Jubiläums-Marathon Linz

Gindlhumer
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Erinnerungen an den 10. Jubiläums-Marathon Linz

Heute war es endlich soweit die Ernte einzuholen die ich über den Winter gesät habe. 05:00 Tagwache Frühstücken und unter herrlichen Sonnenaufgang um 06:00 nach Linz zum 10. Jubiläumsmarathon . Wir haben gerade noch den Parkplatz am Urfahrmarkt erreicht bevor die Straßensperren losgingen. Jetzt bleibt noch Zeit für einen relaxten Spaziergang mit meiner Frau Daniela, vorbei an ARS Electronica ,Lentos und Brucknerhaus wo ich mich dann gemütlich an der Donau aufwärme. Und wer lauft der findet treffe ich unter 15 000, die Richtung Start unterwegs waren, einen Lauffreund aus der Steiermark. So nun aber zum Start ich habe mir meinen Pacemaker am Vortag bei der Marathonmesse im Brucknerhaus ausgesucht relativ groß, laute kräftige Stimme ein richtiger Drillsergeant, das ist mein Mann für den ersten Marathon. Seine Pace 03:45 das nehme ich in Angriff. Mein vorhaben für heute war unter 4 Stunden. Mein Freund Heinz Jürgen R. seines Zeichens Ultraläufer, hat mir geraten den 03:45 oder 03:30 zu nehmen, die 03:30 war mir aber dann doch zu gewagt und so habe ich mich für die 03:45 für den Ersten entschieden. Der Pacemaker war leicht zu finden, er hatte einen blauen Luftballon angehängt wo groß 03:45 mit einem Stift geschrieben war. Der Start hat eine ganz eigene Atmosphäre wenn 15 000 am Start nervös hin und her tänzeln. Hunderte Pulsuhren piepsen aber wenn dann die Bundeshymne über die großen Lautsprecher ertönt ist es ganz plötzlich still, die Läufer stehen andächtig da und wissen jetzt ist es dann so weit. 10,9,8…3,2,1 Und los ging es, ein spektakuläres Bild wenn sich die Läufer auf der Autobahn in Bewegung setzten, wie am Montag beim Frühverkehr. Es ist ein eigenartiges Gefühl einmal die Autobahnabfahrt laufend zu verlassen. Die ersten 5 km vergingen wie im Flug ich habe mich ein paar Meter vor den Pacemaker einquartiert, den ganz in seiner Nähe war mir zu viel los es waren mit Sicherheit an die 40 Personen. Dank dem Heinz seinen Tipp habe ich mir im Vorfeld Gels besorgt die ich mir alle 20 Minuten genehmige. Einerseits braucht man keine feste Nahrung aufnehmen andererseits ist man beschäftigt Wasseraufnahme, Gel Wasseraufnahme den die Zeitkontrolle hat unser Pacemaker im Griff. Der informiert Dich jeden Kilometer 10 Sekunden hinten, 20 Sekunden vor der Endzeit von 03:45. Somit kann man sich um andere Dinge kümmern. Die Stimmung entlang der Strecke war fantastisch die Leute jubeln und feuern einem an. Mein Sohn Alexander konnte mit dem Service vom Marathon mich 1:1 auf einer Karte verfolgen. Und meine Frau Daniela vor Ort dirigieren wo sie mich wieder sehen und fotografieren konnte. Bei knapp 4 Stunden verliert man sich leicht. Km 10 und km 15 liefen richtig an mir vorbei. Durch meine gute Verfassung habe ich mich ein wenig von meinem Pacemaker abgesetzt. Als ich plötzlich ein leichtes ziehen in den Oberschenkeln verspüre, denke ich mir: „ endlich Spüre ich etwas“ sonst hätte ich mir schon Sorgen gemacht. Man hätte auch sagen können Sch..ße jetzt schon aber dann hätte man im Kopf schon verloren. Darum sind die langen Läufe über dem Winter so wichtig denn da kommen immer wieder solche Situationen vor und man weiß einfach was zu tun oder zu denken ist. Dann ging es das erste Mal Richtung Ziel Halbzeit bei 01:55 ich denk so zu mir auch cool bei meinem ersten Halbmarathon in Wien bin ich 01:57 gelaufen. Ab da wird herunter gezählt auf geht’s Richtung Wasserwald. Ich total in meinen Lauf versunken kurz vor der Abzweigung Wasserwald „He Andi Hi „ Total lockerer Ruf von der Gegenseite die schon Richtung Ziel laufenden, eh klar der Heinz Jürgen Ressar. Gestern noch an 6 Stunden Lauf und heut schon wieder zu einem persönlichen Rekord unterwegs beim Marathon. Den lockeren Schritt was der bei km 35 hat hab ich bei km 5. Aber jetzt heißt es Reinbeißen total motiviert vom Heinz hinein in den Wasserwald. Bei Kehre 30km melden sich auf einmal meine Oberschenkeln wieder und dann das, Sie nehmen die Wadenmuskulatur auch noch auf in den Club. Hallo Oberschenkeln, hallo Wadenmuskulatur darf ich mich vorstellen ich bin es der Schmerz. Ich zu mir, die sollen sich einmal in Ruhe kennenlernen. Da halt ich mich mal raus wenn sie was brauchen melden Sie sich schon. Ab km 35 ,37 ist der Pacemaker Goldwert mittlerweile sind nur mehr ca. 10 in der Gruppe und da beginnt die Gruppendynamik wenn einer nachhinkt wird er mental oder mit Wasser unterstützt der noch welches hat. Dann kommen die Anfeuerungen vom Pacemaker reinbeißen, super des geht schon noch. Wir noch immer 40 Sekunden unter der angestrebten Zeit bei km 38 verratet er uns, dass er uns von Haus aus eine Minute unterschlagen hat. Und trotzdem kommt auf einmal die innere Stimme, Hallo hast du uns vergessen Oberschenkel, Wadenmuskulatur und der Schmerz sind keine dicken Freunde geworden. Dann wieder der Drillsergeant bei km 39 reißt mir keiner mehr ab. Jawohl auf des stehe ich unter Druck arbeite ich am besten, der Kampf mit dem inneren Schweinehund ist einfach genial, leider sieht das von außen nicht mehr sehr schön aus der Gesichtsausdruck ist furchterregend, aber das gehört bei mir zum Spiel von innen und außen dazu. Dann biegen wir in die Landstraße ein, jetzt weiß man nur noch ein guter km auf einmal sagt der Drillsergeant jetzt haben wir noch 9 Minuten für den letzten km zur Verfügung , das heißt er hat uns noch eine Minute unterschlagen. Da hab ich einen kleinen Sprung gemacht, natürlich innerlich, das wird eine Bombenzeit. Jetzt einfach nur noch genießen der Laufstill sieht nicht mehr ganz sauber aus aber das macht nichts. Die Menschen tragen einen richtig ins Ziel und dann nur mehr die Hände in die Höhe und über die Ziellinie. 03:42:44 meine Wunschzeit für meinen ersten Marathon bei weiten unterboten. Und da wird einem schon die Finisher Medaille umgehängt die ich mit Stolz entgegen nehme. Jetzt dürfen sich auch der Oberschenkel und die Wadenmuskulatur zu Wort melden und Pinochio darf durchs Land ziehen den so schaut momentan mein Gang aus, wie von oben etwas unkontrolliert mit Fäden gesteuert. Aber zum Abschluss muss ich einfach sagen einen Marathon in Linz muss man einfach gelaufen sein, eine ganz tolle Erfahrung was im Kopf und im Körper abgeht. Danach gab es noch einen netten Ausklang am Linzer Hauptplatz bei ein paar Getränken (Alkoholfrei) mit meiner Frau und vielen Freunden, die entweder Mitgelaufen sind oder uns fantastisch angefeuert haben. Danke Euch allen. Auch noch möchte ich meinen Sohn Alexander, danken der mich keine Minute aus den Augen verloren hat von zuhause aus am Pc. Mit einem Wort ein fantastisches Erlebnis der Linz Marathon darum werde ich am 22. April 2012 wieder beim 11. Boreales Linz Donau Marathon an den Start gehen.

wer lauft der findet Andreas

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