20.09.2014, 16:28 Uhr

Innovatives Projekt "Gemeinschaftsgarten"

WALDNEUKIRCHEN. Völlig neue Konzepte für einen Gemeinschaftsgarten entwickelt das Team der „Gesunden Gemeinde“ in Waldneukirchen. Ganz in der Nähe von Volksschule, Kindergarten, Spielplatz und dem Haus „Betreubares Wohnen“ entsteht derzeit ein „interaktiver Garten“, ein Garten zum Mitmachen, der von der akademischen Expertin für Gartentherapie Ernestine Musil entwickelt wurde. Auf 300 Quadratmetern soll eine nachhaltig bewirtschaftete Gartenoase entstehen.

„Hier entsteht ein Platz, wo jeder mitreden und mitwirken kann“, erklärt die Gartenexpertin, die im „richtigen Leben“ den verantwortungsvollen Beruf einer Operationsschwester ausübt. Ihr Hobby sind Pflanzen, Kräuter, Blumen, Stauden, mit denen sie „Wohlfühlplätze“ gestaltet. Denn ihrer Ansicht nach brauchen Menschen Orte, wo sie sich austauschen, gemeinsam gestalten und Neues lernen können.

Deshalb soll im Zentrum des großen Gemeinschaftsgartens eine überdachte Sitzgruppe sein, wo manchmal, vielleicht monatlich, saisonale Workshops zu Tomaten, Obst oder anderen Themen abgehalten werden können. Der entscheidende Unterschied zu Gemeinschaftsgärten in anderen Gemeinden besteht aber darin, dass in Waldneukirchen nicht beetweise der Platz vermietet wird, sondern dass GEMEINSAM an einzelnen Beeten gearbeitet wird. Natürlich darf auch jeder Mitwirkende ernten!

Ernestine Musil regte bereits vor zwei Jahren in einer Art „Think-Tank“-Veranstaltung der Gemeinde das gemeinsame Gärtnern an. Die Obfrau des Teams der „Gesunden Gemeinde“ Inge Göschl und ihre Mitarbeiterinnen Marlene Leimhofer und Monika Gebeshuber setzten sich mit Ernestine Musil an den gemeinsamen Tisch und entwickelten das Konzept. Heuer im Herbst soll die Umsetzung richtig anlaufen. Eingeladen werden die benachbarten Bewohner, die Schüler und Kindergartenkinder mit ihren Pädagogen, und vor allem Gartenfreunde, die vielleicht selber keinen Garten haben, aber gerne in Blumen- oder Staudenbeeten oder im Gemüsebeet mitarbeiten möchten. „Das einzige, was man braucht, ist die Liebe zum Garteln“, meint Ernestine Musil. Sie weist hin auf die ungeheuer große therapeutische Wirkung für ein gesünderes, zufriedeneres Leben durch „Garteln“.

Bereitwillige Unterstützung sichert Bürgermeister Karl Schneckenleitner zu, der mit dem ortseigenen Bauhof diverse größere Arbeiten der Anfangszeit übernehmen kann. Für das Team der „Gesunden Gemeinde“ Waldneukirchen ist das Projekt „Gemeinschaftsgarten“ ein Teil des heurigen „gesunden Herbstes“. Im Veranstaltungsprogramm gibt es den „Holzbirndllauf“ (14. September), den Kurs Step-Aerobic ab 30. September, den Männerkochkurs „Heute kocht der Mann“ im Oktober und den Vortrag zur „Neuen Autorität“ am 22. Oktober.

Foto:
Von links: Gesunde-Gemeinde-Obfrau Inge Göschl, Monika Gebeshuber, Bürgermeister Karl Schneckenleitner, Ernestine Musil, Marlene Leimhofer.
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