Neidhartfresken auf Burg Trautson
Historische Wandmalereien feiern Rückkehr nach Matrei
- Freuen sich über die Rückkehr des Kulturschatzes ins Wipptal: Initiator Hubert Ilsinger, Obmann Christian Papes, Vortragende Sylvia Mader und Bgm. Patrick Geir.
- Foto: Verein Burg Matrei Trautson
- hochgeladen von Tamara Kainz
Mit den Neidhartfresken ist auf Burg Trautson ein Kulturschatz heimgekehrt.
MATREI. Mit einem stimmungsvollen Neidhartabend wurde kürzlich die Rückkehr der historischen Wandmalereien auf Burg Trautson gefeiert. Die einzigartigen Fresken sind nach jahrzehntelanger Reise wieder in Matrei zu bewundern.
Ein wertvolles Stück mittelalterlicher Geschichte
Die Fresken stammen aus dem frühen 15. Jahrhundert und zeigen Szenen aus den sogenannten Neidhartspielen. Dargestellt sind lustige und oft freche Geschichten von den Menschen im Mittelalter. Besonders wertvoll sind die Wandmalereien deshalb, weil es europaweit nur wenige vergleichbare Darstellungen gibt. Die Fresken machen ein Stück Tiroler Geschichte sichtbar, das beinahe verloren gegangen wäre. Entdeckt wurden die Fresken nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs. Amerikanische Fliegerbomben hatten große Teile von Matrei und der Burg Trautson zerstört. Hinter einer Holzvertäfelung stieß man bei Aufräumarbeiten auf die Wandmalereien. Nach Restaurierung und mehreren Zwischenstationen unter anderem auf Burg Sprechtenstein in Sterzing und Maria Waldrast kehrten die Fresken nun wieder an ihren Ursprungsort zurück.
Gelungener Kulturabend auf der Burg
Beim Neidhartabend informierten Initiator Hubert Ilsinger, Sylvia Mader und Michael Schick die zahlreichen Gäste anhand von Impulsvorträgen über Geschichte, Bedeutung und die kulturelle Einordnung der einzigartigen Kunstwerke. Für die musikalische Umrahmung sorgte das Ensemble Tempus mit mittelalterlichen Klängen. Auch die Verkostung des Burg Trautson-Weines fand bei den Gästen großen Anklang. Regionale Köstlichkeiten der Wipptaler Genussspechte rundeten den Abend kulinarisch ab. Für den Verein Burg Matrei Trautson mit Obmann Christian Papes war die Veranstaltung ein voller Erfolg. Gleichzeitig soll die Rückkehr der Fresken ein weiterer Schritt sein, die Burg als Kultur- und Veranstaltungsort zu stärken. Kunsthistorische Führungen werden gemeinsam mit dem TVB Wipptal angeboten. Auch künftig sind weitere kulturelle Projekte und Veranstaltungen geplant, um die Geschichte der Burg und der Region lebendig zu halten.
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