Mühlbachl
Alfons Rastner rechtfertigt seine Corona-Impfung

Der Obmann des Gemeindeverbands Altersheim Annaheim kam vergangene Woche überraschend zu einer Impfung. Jetzt wird er, wie auch andere Bürgermeister im Land, dafür heftig kritisiert.
  • Der Obmann des Gemeindeverbands Altersheim Annaheim kam vergangene Woche überraschend zu einer Impfung. Jetzt wird er, wie auch andere Bürgermeister im Land, dafür heftig kritisiert.
  • Foto: Kainz
  • hochgeladen von Tamara Kainz
Hat Alfons Rastner falsch gehandelt?

MÜHLBACHL. So genannte "Bürgermeister-Impfungen" sorgen derzeit für viel Wirbel. Einige Ortschef würden sich trotz vom Land vorgegebener Impfstrategie vordrängeln heißt es. 

Auch der Wipptaler PV-Obmann Bgm. Alfons Rastner, zugleich Obmann des Gemeindeverbands Altersheim Annaheim, ist bereits geimpft. Von Vordrängeln will er aber nichts wissen: "Ich habe niemandem eine Impfung weggenommen, das möchte ich dezidiert betonen", schickt er voraus.

"Impfdosis war übrig"

Ihm sei die erste Teilimpfung vergangene Woche im Annaheim vielmehr von Heimleitung, Pflegedienstleitung und dem impfenden Arzt angeboten worden: "Nachdem rund 90 Prozent der Bewohner und gut 50 Prozent der Mitarbeiter geimpft waren, gab es übrige Dosen. Aus den Fläschchen ging nämlich teilweise mehr raus, als gedacht. Es wurde dann eh auch noch in der Einrichtung zum betreuten Wohnen geimpft und es wurden alle Älteren aktiviert, die kurzfristig hergeholt werden konnten. Den restlichen Impfstoff hätte man weggeworfen. Hätte ich mich da verwehren sollen?"

Regelmäßig im Annaheim

Rastner ortet einen Fehler im System ist, wenn nicht genau vorgegeben ist, wer eventuell übrige Dosen erhalten soll: "Abgesehen davon bin ich derzeit rund dreimal pro Woche im Annaheim - die Zeit ist keine leichte. Wenn ich also regelmäßig Kontakt habe, wird es wohl nicht so schlimm sein, ja vielleicht sogar Sinn machen, wenn ich geimpft bin?", steht der Ortschef zu seiner Entscheidung. Er hätte außerdem eine Vorbildwirkung einnehmen wollen, so Rastner: "Das, weil eben gerade beim Personal noch eine gewisse Skepsis vorhanden ist. Ich wollte dazu beitragen, etwaige Bedenken auszuräumen, aber das ist ja gehörig in die Hose gegangen."

Rastner nimmt Aufregung gelassen

Insgesamt nimmt der Mühlbachler Bürgermeister die Aufregung gelassen: "Über meine Handlungsweise ärgere ich mich nicht und hoffe, dass daraus jetzt kein allzu großes Drama gemacht wird." Wäre keine Dosis übrig gewesen, hätte Rastner selbstverständlich gewartet - wenn nötig noch Monate, sagt er abschließend: "Ich fürchte mich nicht vor Corona! Für die Impfung war ich weder vorgemerkt, noch habe ich vorgehabt, mich impfen zu lassen." Mit der zweiten Teilimpfung will der 64-Jährige jetzt warten, bis er an der Reihe ist. Es sei denn: "Sollte vorher wieder eine Impfdose übrig sein, würde ich sie wieder annehmen, bevor sie entsorgt wird."
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