Stubaitalbahn bis zum Gletscher

"Ein besseres Verkehrskonzept bringt mehr als eine Seilbahn in den Kalkkögeln."
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  • "Ein besseres Verkehrskonzept bringt mehr als eine Seilbahn in den Kalkkögeln."
  • hochgeladen von Arno Cincelli

FULPMES (cia). Die Tiroler Grünen fordern im Landtag, dass die Tourismusverbände an einem Verkehrskonzept mitarbeiten sollen. Der Abgeordnete Gebi Mair lässt im Interview mit Arno Cincelli aufhorchen. Die Stubaitalbahn soll bis zur Talstation des Gletschers ausgebaut werden.

BEZIRKSBLÄTTER: Warum sollen die Tourismusverbände eigene Verkehrskonzepte vorlegen?
Mair: Häufig ist der öffentliche Verkehr nicht attraktiv für Gäste in den Tourismusgebieten. Deshalb benutzen sie lieber ihre Privatfahrzeuge. Hier sind ganz klar die Verbände gefordert, sich Gedanken zu machen, um diese Situation zu verbessern.

Können Sie dafür ein Beispiel nennen?
Den Stubaier Gletscher. Täglich fahren in der Saison etwa 5000 Autos von Neustift zum Gletscher und wieder zurück. Das sind hochgerechnet etwa 200.000 Kilometer am Tag! Allein schon, wieviel Treibstoff hier pro Tag verbraucht wird, ist beängstigend.

Aber es gibt ja eine Busverbindung.
Nur fahren die Touristen ungern mit Bussen, die sind eng und unbequem. Vor allem mit der ganzen Ausrüstung. Besser wäre, wenn man die Stubaitalbahn bis zum Gletscher verlängern würde. Wenn man die gesamte Anreise per Bahn machen kann, verzichten viele vielleicht sogar ganz auf das Auto.

Sie wollen also die Stubaitalbahn weiter ausbauen?
Warum nicht? Schon Ende der 80er-Jahre hat die TIWAG vorgeschlagen, die Bahn im Rahmen eines Stausee-Projekts bis Sulzenau zu verlängern. Machbar wäre eine Verlängerung der Stubaitalbahn also allemal. Und für die Bewohner des Tals ist es sicher auch ein Mehr an Komfort, wenn die Bahn nicht schon in Fulpmes enden würde. Abgesehen davon könnte man ja auch die Schlick direkt anbinden, was das Skigebiet besser erreichbar machen würde. Momentan muss man ja durch den ganzen Ort durch, um dorthin zu kommen. Das macht sicher weitaus mehr Sinn, als eine Seilbahn zwischen zwei Gebieten zu bauen.

Und die Kosten?
In Innsbruck werden gerade 300 Millionen Euro in die Regionalbahn gesteckt, und das ist nur eine Verlängerung um ein paar Kilometer. Hier könnte aber wirklich etwas bewegt werden. Abgesehen davon ist die Straße zum Gletscher ja eine Privatstraße. Ihre Wartung kostet den Betreiber viel Geld. Und immer wieder muss sie wegen Lawinengefahr gesperrt werden, was kostenintensive Schließtage für den Gletscher bedeutet. Langfristig könnte es sich also für die Stubaier Gletscherbahnen lohnen, in eine Bahn zu investieren.

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