05.10.2011, 00:00 Uhr

Stubaier Strategien für künftige Kulturlandschaft

(Foto: Uni Innsbruck)
„KuLaWi“ – Kultur.Land.(Wirt)schaft – Projektgruppe nimmt auch das Stubaital unter die Lupe.

STUBAI (tk/mm). Seit knapp zwei Jahren arbeitet eine Expertengruppe aus Ökolog-, Sozialhistoriker-, Soziolog- und PädagogInnenen der EURAC, der Universität Innsbruck, des ländlichen Fortbildungsinstitutes sowie verschiedener Landesämter der Autonomen Provinz Bozen-Südtirol und des Bundeslandes Tirol an Strategien für die Kulturlandschaft der Zukunft. Nun geht das Interreg IV-Projekt namens „KuLaWi“ – nach Kultur.Land.(Wirt)schaft – in die Endphase.

Orientierungshilfe für die Entscheidungsträger
Ein Schwerpunkt der Untersuchung war die Analyse der Landschaftsentwicklung in exemplarisch ausgewählten Gemeinden im Alpenraum. „Vor allem im Stubaital lässt sich unsere Fragestellung aufgrund geographischer und sozialhistorischer Voraussetzungen für das gesamte Berggebiet ideal erforschen“, so Ulrike Tappeiner von der Uni Innsbruck. Über einen Zeitraum von 150 Jahren wurden die naturräumlichen, kulturhistorischen und sozioökonomischen Rahmenbedingungen erfasst, unter welchen sich das Landschaftsbild entwickelt(e) und verändert(e).

Befragungen im Stubaital
In einem zweiten Ansatz eruieren unterschiedlich angelegte Befragungen, welche Landschaft sich die Gesellschaft heute – unter Berücksichtigung ästhetischer, ökologischer, (agrar-)politischer und ökonomischer Gesichtspunkte – wünscht. Im Stubaital werden diese Befragungen im Laufe dieser Woche durchgeführt. Ergänzend dazu werden mit Bauern und Bäuerinnen Diskussionsrunden abgehalten, um konkrete Strategien für die zukünftige Hofbewirtschaftung zu identifizieren. Daraus will das Interreg-Projekt schließlich Ansätze und Wünsche für die Kulturlandschaft der Zukunft formulieren, an denen sich Entscheidungsträger auf Gemeinde-, Landes- und EU-Ebene orientieren können.
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