28.11.2016, 08:28 Uhr

Kulturgut „Tracht“ – Eine Sonderausstellung im Noaflhaus

v.l.: Mag. Anne Potocnik-Paulitsch, Dr. Angelika Neuner, Heimatbund-Hörtenberg-Obmann Mag. Johann Sterzinger.
TELFS. Besonders im ländlichen Gebiet Österreichs werden alte Traditionen weiterhin mit Begeisterung gepflegt. Neben verschiedenen Dialekten und der Volksmusik prägen auch traditionelle Kleidungen österreichische Regionen. Um die Geschichte der Tracht Interessierten näher zu bringen, wurde kürzlich im Noaflhaus zum Abschluss des Vereinsjahres des Heimatbundes Hörtenberg die Sonderausstellung „Inser Festtagsgwond – unsere Trachten“ eröffnet. Die Oberländer Volksmusikanten umrahmten den Abend mit stimmungsvoller Volksmusik.

Gelungene Ausstellungseröffnung


Nach den einleitenden Worten von Johann Sterzinger, dem Obmann des Heimatbunds Hörtenberg, sowie dem Kulturreferenten GV HR Josef Federspiel führte Dr. Angelika Neuner die Gäste durch die Ausstellung. „Die Tracht ist nicht zu einem bestimmten Zeitpunkt entstanden, sondern hat sich in einem Zeitraum von ca. 250 Jahren entwickelt“, so Dr. Neuner, die mit der Unterstützung der Museumsleiterin Mag. Anne Potocnik-Paulitsch die Ausstellung zusammengestellt hat.

Tradition und Identität

Besonders zu Beginn des 18. Jahrhunderts hat die Tracht im deutschsprachigen Raum an Bedeutung gewonnen, weil ihr zunehmend eine identitätsstiftende Funktion zugeschrieben wurde. Eine Tracht sollte nicht nur einer bestimmten Region zugeordnet werden können. Ebenso spiegelte die traditionelle Kleidung die gesellschaftliche Schicht einer Person wider. Heute werden die farbenfroh und meist mit der Hand verzierten Trachten vorwiegend zu besonderen Anlässen sowie an traditionellen Feiertagen getragen, obwohl sie zunächst als gängige Alltags- und Festkleidung verwendet wurden. Neben der Entwicklung der traditionellen Kleidung im Laufe der Jahre werden in der Ausstellung auch die Verwendung der Tracht in der Telfer Fasnacht sowie Fotografien von Telfer Persönlichkeiten in ihren Trachten gezeigt.

Ausstellungsdauer

Diese interessante Ausstellung kann bis zum 13. Dezember 2016 von Montag bis Freitag zwischen 10 und 12 Uhr sowie donnerstags und freitags zwischen 16 und 18 Uhr besichtigt werden.
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