Energieautonomie bis 2050 auf Zielkurs

LHStv Josef Geisler, Energie Tirol Geschäftsführer Bruno Oberhuber (hinten) und LHStvin Ingrid Felipe können bei der Energiewende auf breite Unterstützung der Bevölkerung bauen.
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TIROL. „Trotz niedriger Strompreise und billigen Öls – wir meinen es ernst mit der Energieautonomie Tirols. Wir setzen unseren Kurs fort und werden mithilfe der Bevölkerung den Energiebedarf unseres Landes 2050 aus Wasserkraft, Biomasse, Sonnenenergie und Umweltwärme abdecken“, bekräftigt Tirols Energiereferent LHStv Josef Geisler.
Zwei Jahre nach dem Start des Landesprogramms „Tirol 2050 energieautonom“ ist die Zustimmung in der Tiroler Bevölkerung zur angestrebten Energieautonomie von 58 auf 81 Prozent gestiegen. Mit diesem starken Rückhalt geht das Land in die weitere Umsetzung der Energieunabhängigkeit und hat für 2030 Etappenziele definiert.
Bis dorthin soll der Energiebedarf gegenüber dem Basisjahr 2005 um ein Viertel gesenkt und der Einsatz erneuerbarer heimischer Energieträger um 19 Prozent gesteigert werden.
„Tirol ist auf dem Weg zu einem europäischen Vorreiter in der Energiewende“, erklärt Geisler. Und: Nach einer Berechnung der Wirtschaftskammer Tirol hat die schrittweise Energiewende das Potenzial, dem Land bereits in den kommenden zehn Jahren kumuliert eine zusätzliche Wertschöpfung von 2,3 Milliarden Euro, über 20.000 neue Arbeitsplätze und zusätzliche Einkommen von 1,4 Milliarden Euro zu bringen.

Umfrage durch MCI

Dieses Ergebnis deckt sich mit den Erwartungen der Tiroler Bevölkerung. Laut einer aktuellen Umfrage des Management Center Innsbruck MCI erwartet sich jeder Vierte durch die Energiewende finanzielle Vorteile für seine Familie.
Die Bewusstseinsarbeit im Rahmen von „Tirol 2050 energieautonom“ hat schon jetzt zu sichtbaren und messbaren Erfolgen geführt. Zuletzt ist der Tiroler Energieverbrauch seit 2005 bereits um 4,8 Prozent zurückgegangen. "Nicht nur weil wir die Umwelt entlasten. Sondern auch, weil wir dafür Gebäude sanieren, den Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel und Radfahren noch attraktiver machen und weil mehr Geld in den Geldbörsen der Tiroler bleibt", erklärt Umweltlandesrätin Ingrid Felipe:

Alle müssen dabei sein

„Die Energieautonomie können wir nur erreichen, wenn alle mitmachen“, betont Bruno Oberhuber, Geschäftsführer von Energie Tirol. „Wir arbeiten in diesem Projekt daher daran, möglichst viele Menschen einzubinden. Die breite Bevölkerung und viele Einzelinitiativen sind genauso wichtig wie zum Beispiel Stakeholder aus der Wirtschaft oder der Forschung und Entwicklung.“
Bereits über 5.000 Personen haben an öffentlichen Workshops, Ideenpools und Diskussionen teilgenommen. Zahlreiche Unternehmen beteiligen sich aktiv an der Bewusstseinsarbeit. Über 100 Initiativen und Projekte im ganzen Land hat die Plattform unter www.tirol2050.at bereits dokumentiert. "Mit ‚Tirol 2050 energieautonom‘ machen wir die vielen Menschen sichtbar, die sich bereits engagieren, und regen damit auch andere an, selbst aktiv zu werden“, so Oberhuber abschließend.

LHStv Josef Geisler, Energie Tirol Geschäftsführer Bruno Oberhuber (hinten) und LHStvin Ingrid Felipe können bei der Energiewende auf breite Unterstützung der Bevölkerung bauen.
Autor:

Sieghard Krabichler aus Tirol

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