Ältester Heizkessel im Bezirk Tulln gesucht

"Jenseits jeder Elektronik": Alexandra Jantscher zeigt mit Techniker Wolfgang Maurer ihren Ölkessel aus dem Jahr 1971.
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BEZIRK TULLN (bt). In dunkler Vergangenheit wurden sie von unseren Vorvätern in dumpfe Kellerräume verfrachtet - und dort sind sie noch heute. In vielen privaten und öffentlichen Gebäuden haben Relikte aus der fossilen Vorzeit die Klimawende überlebt und verbrennen dort Öl, Kohle und Geld. Umweltlandesrat Stephan Pernkopf sagt vorsintflutlichen Heizkesseln nun den Kampf an. Ölöfen sollen ab 2019 in Neubauten verboten, bestehende Anlagen nach und nach modernisiert werden. In einer großangelegten Aktion sucht das Land nun die ältesten Heizkessel Niederösterreichs (siehe "Zur Sache"). Wir haben in die Keller im Bezirk Tulln geschaut.

Individuelle Einschätzung

"Wenn jemand einen grausigen alten Kessel hat, der mit zwei zugedrückten Augen und Schwindeln am Papier gerade bei den Befunden durchkommt, dann sollte eine Umrüstung überlegt werden", sagt Wolfgang Maurer aus Kreuth, Betreiber eines Heizungsservice. Eine pauschale Empfehlung kann er aber nicht treffen, wie die Anlage der Familie Jantscher beweist. Mit Baujahr 1971 hat ihre Ölheizung zwar 46 Jahre auf dem Buckel, erzielt aber immer noch einen Wirkungsgrad von 93 Prozent. "Es wäre nicht seriös zu sagen, der muss getauscht werden, solange er noch so gut geht", so Maurer.
"Solange noch alles passt, machen wir uns keine Gedanken über eine Umrüstung", meint auch Alexandra Jantscher, fügt im Heizungsraum aber lachend hinzu: "Laut ist er halt."

Wechsel von Öl zu Pellets

Die meisten Ölöfen werden zwar nach 20 bis 30 Jahren getauscht, aber auch Markus Studnicka, Geschäftsführer von E&S Installationen, kennt wahre Dinosaurier. "50 Jahre, das ist schon heftig." Von einer bestehenden Ölheizung wird meist auf Pellets umgerüstet. Der Tankraum, in diesem Fall schon vorhanden, muss dann nur noch modifiziert werden. In Neubauten findet hingegen beinahe ausschließlich die Luftwärmepumpe Anklang. "Das ist die günstigste Heizungsart, die es gibt. Ich stecke ein Kilowatt Strom rein und bekomme vier Kilowatt Wärme raus", erklärt Studnicka.

Alte Kessel kosten Nerven

"Eine alte Ölheizung schreckt genauso ab wie eine Stromheizung", berichtet Immobilien 86-Makler Heinz Peter Nastl über die Tücken beim Hausverkauf. Nicht ganz so schwierig erlebt das RE/MAX-Maklerin Gabriele Jirout: "Wer ein altes Haus kauft, weiß im Vorfeld, welche Heizform drinnen ist, und kann sich schon überlegen vielleicht auf Pellets umzustellen."

Zur Sache:

Als Hauptgewinn winkt beim Heizkessel-Casting ein Biomasse-Heizkessel von HDG Bavaria GmbH Heizsysteme im Wert von 7.000 Euro. Alle Infos gibt's hier

Weitere Artikel aus dem NÖ Zentralraum finden Sie hier.

Autor:

Bettina Talkner aus Gmünd

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