Faszination Schießen – Hobby, Leidenschaft, Meditation

Ohne Gehörschutz geht gar nichts, auch eine Schutzbrille ist wichtig. Die richtige Tönung der Gläser hilft darüber beim Fokussieren.
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  • Ohne Gehörschutz geht gar nichts, auch eine Schutzbrille ist wichtig. Die richtige Tönung der Gläser hilft darüber beim Fokussieren.
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Wenn der Schuss dann bricht... Über die Faszination des Hobbys und den neu gegründeten Schützenverein Wagramland.

KIRCHBERG AM WAGRAM (cb). Per Kopfdruck saust die Zielscheibe über ein Schienensystem in die gewünschte Position. Fünf Schüsse brechen und die Scheibe fährt wieder zurück Richtung Schießstand. Fünf Treffer – eh klar. "In Wettkämpfen werden mit jeweils fünf Patronen auf 25 Meter Entfernung geschossen", erzählt Schütze Andreas Geigenberger, der vor knapp einem Jahr mit einigen Gleichgesinnten den Entschluss fasste einen eigenen Schützenverein zu gründen.

Ganz still und trotzdem laut

Mit dem geräumigen Keller, den ruhig gelegenen Freiflächen und der kleinen Vereins-Blockhütte eignet sich das Gelände gleich hinter dem Weritas Wagram in Kirchberg hervorragend für diese Nutzung. Eine ruhige, entspannte Atmosphäre umgibt den Ort. Tatsächlich ist es auch das, was für Andreas Geigenberger das Schießen ausmacht: "Die Ruhe ist das Schöne am Schießen. Man denkt sich in die Scheibe und wird ganz still, fokussiert. Wenn das gelingt, ist man selbst überrascht, wenn der Schuss bricht und man weiß: Das ist ein Zehner (Anm.: Treffer genau in die Mitte)." Leise ist das Schießen aber nicht: Der Schalldruck der Großkaliberpistolen liegt mit 130 bis 160 Dezibel über der Schmerzgrenze und verursacht ohne Schutz Gehörschäden. "Es ist uns ganz wichtig, dass man nichts nach draußen hört. Bei der Belüftung haben wir zwei Schalldämpfer eingebaut, der Keller ist durch eine Schallschutz-Schleuse nach außen abgeschirmt. Die Nachbarn haben zu Betriebsbeginn gefragt, ob wir überhaupt schon Schießen", lacht Andreas Geigenberger.

Da geht was weiter!

Beachtlich sind nicht nur die 60 Mitglieder, auf die der SV Wagramland in dem einen Jahr seit der Gründung durch Andreas Geigenberger, Leopold Schragner, Hermann Pistracher, Walter Hawryskiewicz, Karl Weiss, Regina Schragner und Johann Winter angewachsen ist. Angefangen bei den groben Umbauarbeiten des Kellers über die Errichtung des Kugelfangs aus zweieinhalb Tonnen Eisen bis hin zu den fünf Schießständen und dem Schienensystem mit elektrischem Seilzug für die Zielscheiben: alles wurde in Eigenbau realisiert, bisher wurden etwa 30.000 Euro investiert.
Die 26 „Ordentlichen Mitglieder“ stellten das Startkapital für das Vorhaben bereit und haben ein Wahlrecht innerhalb des Vereins. Sie führen Standaufsicht für außerordentliche Mitglieder an den Trainingstagen und Freitags, da gibt's auch Schießbetrieb für Gäste.

Ein großes Eröffnungsschießen gibt's am 11. Mai 2019 – für Schützenfreunde und Neugierige.

Autor:

Cornelia Baumann aus Tulln

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