11.12.2017, 10:37 Uhr

Fritsch ist Sortensieger

Gratulation: Oberstockstaller Fritsch (4.v.li.) ist Sortensieger. (Foto: Falstaff)
OBERSTOCKSTALL / Ö (pa). Hunderte Rotweinfans pilgerten am 27. November in die Wiener Hofburg, wo sich im Rahmen der Rotweingala 2017 die heimische Rotwein-Elite ein Stelldichein gab. Das Highlight der 38. Rotwein-Prämierung war zweifelsohne die Kür der drei Falstaff-Sieger. Platz eins geht in diesem Jahr an das Weingut Anita und Hans Nittnaus aus Gols. John Nittnaus ist ein Vordenker unter den österreichischen Rotweinwinzern. Mit seinem Leithaberg DAC Gritschenberg Jois 2015 versah ihn die Jury mit der Bestwertung. Auf Platz zwei findet sich das Weingut Gerhard Markowitsch aus Göttlesbrunn – ebenfalls kein Unbekannter auf dem Siegertreppchen bei der Falstaff-Rotweingala – mit dem Ried Rosenberg 2015. Das Sieger-Trio komplett macht das Weingut Niki Windisch aus Groß-Engersdorf, der mit seinem Blaufränkisch Ried Leithen 2015 Platz 3 in der Gesamtwertung belegt.

Platz 1: Leithaberg DAC Gritschenberg Jois 2015, Weingut Anita und Hans Nittnaus, Gols – Neusiedlersee
Platz 2: Ried Rosenberg 2015, Weingut Gerhard Markowitsch, Göttlesbrunn – Carnuntum
Platz 3: Blaufränkisch Ried Leithen 2015, Weingut Niki Windisch, Groß-Engersdorf – Weinviertel

Der Jahrgang

Mit dem Jahrgang 2015 können die heimischen Winzer Grund zur Freude haben, gilt er doch als toller Rotweinjahrgang. Vor allem bei den Traubensorten Blaufränkisch, Zweigelt, St. Laurent und Pinot Noir kündigen sich große Weine an.

Aber es war alles andere als ein Bilderbuchjahr, und so richtig aufatmen konnten Österreichs Winzer erst nach dem Ernteabschluss. 2015 erbrachte nämlich nicht nur schöne Qualitäten, sondern auch sehr ordentliche Mengen. Nach dem sehr schwierigen Jahr 2014 sorgt nun der Jahrgang 2015 für frohe Gesichter in der Winzerschaft. Auf das schöne Frühjahr und die gute Blüte folgte ein Sommer, der für überraschungen sorgte. Heiße Tage und Nächte waren Grund zu etwas Sorge, doch Mitte August gab es meist ausreichend Niederschlag. Die letzte Hitzeperiode Ende August verhalf den Reben zu sehr guter Reife, kühlere Nächte führten zu optimaler Aromaentwicklung. Ein guter Wetterverlauf im Herbst erlaubte eine entspannte Lese ohne Zeitdruck durch nahende Schlechtwetterfronten.

Die Sortensieger

Die Falstaff-Weinexperten verkosteten in den vergangenen Wochen über 1.500 Weine. Die herausragendsten davon bewertete die Fachjury unter der Leitung von Falstaff Chefredakteur Peter Moser erneut. In diesem Finaldurchgang wurden aus den punkthöchsten Weinen die bereits erwähnten Falstaff-Sieger sowie die Falstaff-Sortensieger bestimmt:

Blauer Zweigelt 2015: Neusiedlersee DAC Reserve Ried Waldacker 2015, Weingut Kiss, Halbturn – Neusiedlersee
Cabernet Sauvignon 2015: The Cabernet Sauvignon 2015, Weingut Erich Scheiblhofer, Andau – Neusiedlersee
Blaufränkisch 2015: Leithaberg DAC Gritschenberg Jois 2015, Weingut Anita und Hans Nittnaus, Gols – Neusiedlersee
Cuvée 2015: Ried Rosenberg 2015, Weingut Gerhard Markowitsch, Göttlesbrunn – Carnuntum
Merlot 2015: The Merlot 2015, Weingut Erich Scheiblhofer, Andau – Neusiedlersee
St. Laurent 2015: St. Laurent Holzspur 2015, Weingut Johanneshof Reinisch, Tattendorf – Thermenregion
Pinot Noir 2015: Pinot Noir »P« 2015, Weinbau Karl Fritsch, Oberstockstall – Wagram
Syrah 2015: Syrah Alte Reben 2015, Weingut Ceel, Rust

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