21.11.2017, 14:58 Uhr

Innungstagung bringt Doppelgold für Harald Schinnerl

Innungsmeister-Stv. Erich Reiss, Spartenobmann Wolfgang Ecker, Bundes- und Landesinnungsmeister Harald Schinnerl und Innungsmeister-Stv. Otto Sonnleitner (Foto: Doris Bracher Kommunikation)

Zwei Ehrungen für den NÖ Landesinnungsmeister Metalltechnik; Silberne Ehrennadel für Christian Lochmann

TULLN / NÖ (red). Seit dem Jahr 2000 ist der Tullner Vizebürgermeister Kommerzialrat Harald Schinnerl NÖ Landesinnungsmeister für Metalltechnik, seit 2005 Bundesinnungsmeister – nun wurde er, kurz nach seinem 60. Geburtstag, bei der jährlichen Innungstagung für seine langjährige Tätigkeit und seinen unermüdlichen Einsatz zweifach geehrt. Seine Kollegen, Innungsmeister-Stellvertreter Otto Sonnleitner und Erich Reiss überreichten ihm die Goldene Ehrennadel. Aus den Händen des Spartenobmannes KommR Wolfgang Ecker folgte nochmals Gold – er erhielt die Goldene Ehrennadel der Sparte Handwerk und Gewerbe. „Harald Schinnerl ist ein Vorbild – als Unternehmer und Funktionär“, sagte Ecker und an den Innungsmeister gerichtet „Wir schätzen deine Eigenschaften, du bist zielstrebig und geradlinig – und trotz ernster Themen ist dir dein ,Schmäh' nicht abhanden gekommen. Es ist eine Freude, mit dir zu arbeiten!“

Inhaltliche Schwerpunkte

Geehrt wurde auch Christian Lochmann, der für eine mängelfreie Organisation und Leitung des Bundeslehrlingswettbewerbes Ende September verantwortlich zeichnete. Harald Schinnerl überreichte dem langjährigen Lehrlingsprüfer der LBS Mistelbach die Silberne Ehrennadel und bezeichnete Lochmann als „Fels der Innung“. Großer Dank erging dazu auch an Familie Paumann, die für diesen Bewerb ihre Werkstätten zur Verfügung stellten.
Inhaltliche Schwerpunkte der diesjährigen Landesinnungstagung waren jeweils ein Vortrag über die Digitalisierung, über Gefahren aus dem Internet und nachhaltige Möglichkeiten zum Schutz, sowie über konkrete Unterstützung bei der Lehrlingsausbildung der WKNOE.

Bericht der Landesinnungstagung

Mit einer Gedenkminute für den kürzlich verstorbenen, ehemaligen Innungsmeister KommR Oswald Foret begann die offizielle Innungstagung, die jährlich durchgeführt wird. In den Grußworten des Obmannes der Sparte Handwerk und Gewerbe, KommR Wolfgang Ecker wurde die Größe der Sparte betont, Thema war zusätzlich die Situation bei den Lehrlingen und deren Stellenwert.

Höhere Schulbildung als Herzensprojekt

Innungsmeister Harald Schinnerl startete seinen Bericht mit dem im September ausgetragenen Bundeslehrlingswettbewerb. Jedes Jahr ist ein anderes Bundesland Veranstalter - heuer war Niederösterreich an der Reihe, Austragungsort war Amstetten. Kurz darauf fanden die WorldsSkills in Abu Dhabi statt, wo einige Starter aus der Branche an den Start gingen. Ein Herzensprojekt des Innungsmeisters ist die höhere Schulbildung - nun ist es offiziell. Ein TGM Wien für Metalltechniker und Stahlbautechniker startet 2018, der Schulversuch wird den klingenden Namen „New Technologies & Smart Mechanics“ tragen; inhaltliche Schwerpunkte liegen auf Projektleitung, Projektabwicklung, Statik, Kostenstruktur, Mechatronik und Berechnungen, Fertigung und Produktionstechniken, Robotik, Sensorik, Labor und Werkstätten.
Auch beim Bericht von Otto Sonnleitner, Innungsmeister-Stellvertreter und dem Direktor der Berufsschule Amstetten, Ewald Übellacker, ging es um Bildung. Einerseits wurden die Kurse vorgestellt, die erweiternd den SchülerInnen in den Berufsschulen angeboten werden (zB Schweiß-Intensivkurs, MAG-Schweißen, WIG-Schweißen, Staplerkurs, Portalkrankurs, …) und andererseits, welche Kurse zur allgemeinen Weiterbildung in Planung sind – im Frühling findet eine Brandschutz-Schulung statt. Fix ist eine Exkursion zur Firma Fronius. Beide meinten, das Leben sei ein ewiges Lernen und hoffen, dass die Anwesenden auf den Geschmack gekommen sind, das Angebot zu nutzen.

Doppellehre Schlosser-Schmied 

Berufsgruppensprecher Johann Schmutz berichtete für die Schmiede. Er wies darauf hin, dass es aktuell nur einen Schmiedelehrling gibt –es läge allerdings nicht am Interesse junger Menschen, sondern am Mangel an Ausbildungsbetrieben. Erfreut sei er daher, dass ab 2018 die Doppellehre Schlosser-Schmied wieder angeboten werden kann. „Wenn das Fachwissen jetzt nicht gebündelt wird, ist dieser Beruf in den nächsten zehn Jahren ausgestorben“, zeigte sich Schmutz besorgt. Er wünscht sich ein Nachdenken, ob die Doppellehre nicht doch eine Option für den einen oder anderen Betrieb ist.
Der letzte im Reigen war Erich Reiss mit seinen Punkten aus dem Bereich Landmaschinentechnik. Er brachte Neuerungen und Aktuelles vom §57a. So müssen Bremsverzögerungsgeräte künftig nicht mehr geeicht werden, es gibt eine neue Einteilung für Fahrzeuge, usw. – diese beinahe täglichen Änderungen sollten Anlass für laufende Weiterbildungen sein. Angebot gib es, denn am 24.11., 1.12. und 12.1. finden bereits Kurse statt. Für diese können die 100 €-Wifi-Bildungsgutscheine eingelöst werden, auch Förderungen sind möglich. Alle Termine finden sich im Newsletter. Die Lehrabschlussprüfung wurde überarbeitet, im nächsten Schritt folgt die Meisterprüfung, diese soll bis Ende nächsten Jahres fertig sein.
Die Ehrungen bildeten den Abschluss des offiziellen Teiles, beim Essen und Netzwerken klang der Abend gemütlich aus.

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