Gute Versorgung
Hausärzte gesucht? In Urfahr-Umgebung kein akutes Problem
- Der Bezirk bleibt vom Hausärztemangel verschont.
- Foto: smarterpix/everythingposs
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Keine offenen Kassenstellen: Urfahr-Umgebung punktet mit guten Bedingungen für Hausärzte.
URFAHR-UMGEBUNG. Während in vielen ländlichen Bereichen dringend Hausärzte gesucht werden, ist Urfahr-Umgebung derzeit gut aufgestellt. Es sind keine Stellen offen. "Der Bezirk bietet attraktive Rahmenbedingungen – etwa durch die Nähe zur Landeshauptstadt und die gute medizinische Infrastruktur mit den umliegenden Krankenhäusern", sagt Bezirksärztevertreter Bernhard Schütz aus Kirchschlag. So stehen auch für mehrere Hausärzte, die in den kommenden Jahren ihren Ruhestand antreten, bereits Nachfolger fest – etwa für Gerhard Haselauer in Schenkenfelden oder Dietmar Brunschütz in Bad Mühllacken. Auch Stefan Mertl aus Eidenberg hat schon jemanden in der Leitung.
Kassenstellen nicht mehr so attraktiv
Dass die Nachbesetzung im Bezirk häufig gelingt, hat auch mit dem hausärztlichen Notdienst (HÄND) zu tun. Rund 60 freiberuflich tätige Ärzte sind dort aktiv. „Wenn eine Stelle frei wird, können wir aus diesem Kreis gezielt Interessenten ansprechen“, sagt Schütz. Dabei sei es heute für junge Ärzte nicht mehr selbstverständlich, eine Kassenstelle zu übernehmen. "Einerseits lagern die Krankenhäuser viel aus, da hier die Kapazitäten fehlen. Daher werden die Patienten immer mehr. Andererseits ist das Ganze mit einer Menge Bürokratie verbunden. Man muss wirklich Unternehmer sein und auch gut kalkulieren können", so der Kirchschlager.
Ausbildung in der Kritik
In einem Leserbrief drückte Adi Hinterhölzl seinen Unmut über das Ausbildungssystem von Ärzten in Österreich aus. Denn aufgrund fehlender Basisausbildungsplätze würden viele junge Mediziner ins Ausland abwandern. Jakob Hofer aus Kirchschlag, der kürzlich seinen Doktortitel erhielt, kann das nur bestätigen: "Wenn pro Jahr 320 Studienplätze vergeben werden, dann bräuchte es auch so viele Basisausbildungsstellen." Die würden aber nicht zur Verfügung stehen. Um das zu ändern, hat der Nationalrat nun eine Verkürzung der Basisausbildung für angehende Ärzte beschlossen. Die erste Phase der Facharztausbildung soll ab August statt neun künftig nur noch sechs Monate dauern. "Dadurch bringt man im Jahr ein Drittel mehr Kandidaten durch – doch das Allheilmittel gegen den generellen Ärztemangel wird auch das nicht sein", meint der Bezirksärztevertreter.
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