Fachschule baut aus, um Schüler fassen zu können

Johann Plakolm, Rosa Felhofer und Max Hiegelsberger besichtigen jene Räume, die zur schulischen Nutzung neu adaptiert wurden.
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FELDKIRCHEN (dur). Mit 121 Schülern ist die Fachschule Bergheim mehr als ausgelastet. "Ideal wären 90 bis 100 Schüler, aber es geht sich aus. Die Schule im alten Gebäude des Schlosses ist etwas Besonderes", so Direktorin Rosa Felhofer. Dafür bedarf es aber nach 36-jähriger Nutzung auch beständiger Sanierungsmaßnahmen. Auch um mehr Platz zu schaffen, wurde ein bisher ungenutzter Verwaltungsbau instand gesetzt, um Klassen- und Praxisräume sowie eine Wohngemeinschaft des Internates unterbringen zu können.
Auch die Nasszellen des Internates werden heuer und nächstes Jahr saniert. Die Kosten von 450.000 Euro dafür sind Teil einer Investitionssumme von rund 23 Millionen Euro, die Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger für Baumaßnahmen in den landwirtschaftlichen Schulen vorgesehen hat.

Neues Modul Agrotourismus
Mit Schulbeginn werden auch bis zu zehn Schüler der zweiten Klasse in Bergheim im neuen Schwerpunkt Hauswirtschaft und Agrotourismus geschult. Wie bisher wird im ersten Schuljahr ein allgemeiner Wissensgrundstock vermittelt, den die Schüler in den zweiten und dritten Klassen um die Schwerpunkte Eco-Design, Gesundheit & Soziales und seit heuer um Hauswirtschaft & Agrotourismus erweitern können.
"Die Schule liegt mitten im Tourismusgebiet. Mit dem neuen Modul wollen wir die Schüler gezielt auf diese Branche vorbereiten", begründet Felhofer die Neuausrichtung. Gerade die Bereiche Direktvermarktung und Urlaub auf dem Bauernhof werden immer mehr nachgefragt.
Ein Drittel des Unterrichts ist der Praxis gewidmet. "Die landwirtschaftlichen Schulen sind Lebensschulen, in denen nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch Kompetenzen erlernt werden. Was man in den Schulen lernt, wird man auf jeden Fall im Leben brauchen", bekräftigt Landesschulinspektor Johann Plakolm das Unterrichtsprinzip.

Steigende Schülerzahlen

Diesen Mehrwert erkennen scheinbar immer mehr Familien. In den letzten zehn Jahren ist die Schülerzahl an Fachschulen um zehn Prozent gestiegen. Tendenz steigend. Mehr als 3000 Schüler lernen derzeit in 17 landwirtschaftlichen Schulen in Oberösterreich. Mit dem Agrarbildungszentrum Hagenberg werden es ab Herbst 2017 15 Standorte sein. "Wir könnten noch mehr Schüler nehmen, haben aber die Ausbildungsplätze gar nicht mehr", so Hiegelsberger.
Rund die Hälfte der Schüler wählen einen landwirtschaftlichen Schwerpunkt, etwa 40 Prozent lernen Betriebs- und Haushaltsmanagement, die restlichen zehn Prozent teilen sich auf Pferdewirtschaft und Gartenbau auf.

Weitere Investitionen

Die vorgesehene Investitionssumme fließt unter anderem in folgende Bauprojekte in Schulen:
Mistelbach: 400.000 Euro für die thermische Sanierung der Fassade, Adaptierung des Gastroraumes und Einbau eines Liftes
Waizenkirchen: Sanierung von Internatszimmern, Schmutzschleuse im wErt von 200.000 Euro
Ritzlhof: Generalsanierung der Wirtschaftsküche und die Sanierung von Altbestand werden rund 2,1 Millionen Euro kosten
Lambach: 100.000 Euro für die Adaptierung von Klassenzimmern

Johann Plakolm, Rosa Felhofer und Max Hiegelsberger besichtigen jene Räume, die zur schulischen Nutzung neu adaptiert wurden.
Johann Plakolm, Rosa Felhofer und Max Hiegelsberger besichtigen jene Räume, die zur schulischen Nutzung neu adaptiert wurden.
Autor:

Ruth Dunzendorfer aus Urfahr-Umgebung

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