09.11.2016, 14:57 Uhr

Bei Schulzentrum ist noch vieles offen

Die Stadtgemeinde Gallneukirchen fasste einen Grundsatzbeschluss für das neue Schulzentrum.

GALLNEUKIRCHEN (fog). Gallneukirchen bekommt ein zum Teil neues und teils saniertes Schulzentrum und das alte stillgelegte Hallenbad soll ebenso saniert werden. Bürgermeisterin Gisela Gabauer (ÖVP) hat dafür eine Zusage für die Mitfinanzierung des Landes OÖ.

Allerdings ist die erste Planung von Architekt Hans Scheutz, in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Schulentwicklung, vom Land so nicht akzeptiert worden, weil die Planung mit einem "erheblichen Raumüberhang", also zu großzügig angelegt worden sei. "Zum Beispiel bekommt nicht jede Schule eine eigene Küche", so Gabauer. Zudem legt die Landesregierung der Gemeinde nahe, die Volksschulen 1 und 2 zusammenzulegen. Beim Umbau bzw. bei der Umstrukturierung der Neuen Mittelschulen 1 und 2 sei außerdem die Polytechnische Schule miteinzubeziehen, welche sich derzeit noch im Schloss Riedegg befindet. Dafür forderte das Land einen Grundsatzbeschluss des Gallneukirchner Gemeinderates. Aber: Welche der bestehenden Gebäude schließlich saniert werden und was neugebaut wird, ist unklar. Gabauer: "Es ist alles offen." Mit dem Schuljahr 2022/23 soll das neue Schulzentrum aber in Betrieb gehen. Die jetzige Direktorin der VS1 Ursula Breuer wird spätestens im Sommer 2022 in den Ruhestand versetzt.

Kritik wegen Hallenbades

Während für Gabauer dieser grobe Zeitplan derzeit ausreicht, forderten die Oppositionsparteien SPÖ und Grüne in der Gemeinderatssitzung mehr Transparenz gegenüber der Bevölkerung, vor allem bei der Zusammenlegung der Volksschulen.
Für den Grünen Fraktionsobmann Andreas Kaindlstorfer sind die Zusagen des Landes, insbesondere beim Hallenbad zu vage: "Es hat vor der Wahl geheißen, das Bad wird saniert, und jetzt hat es wieder geheißen, es wird saniert. Passieren tut nichts und es gibt auch kein Miteinander in der Gemeinde." Daher sei nicht einzusehen, weshalb das Bad nicht vorübergehend genützt werden könne. Kaindlstorfer: "Christoph Raffetseder plant zum Beispiel ein Projekt gemeinsam mit dem Diakoniewerk." Das Hallenbad zu sanieren und dann jährlich einen Abgang fortzuschreiben, wie bisher, ist für den Grünen ohnehin nicht der richtige Weg. Ein neues Hallenbad, bei dem sich alle fünf Gusentalgemeinden beteiligen, hält Kaindlstorfer für sinnvoller.
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