11.10.2017, 15:15 Uhr

So stehen die Chancen der UU-Kandidaten

Michael Hammer (Foto: ÖVP)

Die BezirksRundschau nahm aussichtsreichste Kandidaten aus UU im Wahlkreis Mühlviertel unter die Lupe.

BEZIRK (fog). „Wenn man den Umfragen Glauben schenkt, könnten wir im Mühlviertel in die Nähe des dritten Mandats kommen", ist die Nummer eins der ÖVP-Liste des Wahlkreises Mühlviertel, Nationalratsabgeordneter Michael Hammer optimistisch für die Nationalratswahl 2017, die am Sonntag, 15. Oktober stattfindet. Als Nummer eins ist ihm ein Mandat im Grunde sicher. Hammer ist ja bereits seit 2013 Mitglied des Parlaments und war zuletzt in den Ausschüssen für Arbeit und Soziales, für innere Angelegenheiten, für Umwelt, für Verfassung und für Landesverteidigung vertreten. Der 40-jährige Bezirksobmann der ÖVP und Vizebürgermeister in seinem Heimatort Altenberg setzt sich seit einem Jahrzehnt vor allem für die Mühlviertler Autopendler ein.
Weitere Anliegen von Hammer: Breitbandoffensive auf dem Land, Stärkung des Hausarztberufes auf dem Land, Regelung der Pflegefinanzierung und die Nachbesetzung von Polizeidienstposten.

Arbeitsplätze schaffen

Auch der Bezirksobmann der SPÖ Urfahr-Umgebung, Bundesminister Alois Stöger, hat beste Karten für ein Nationalratsmandat. Neben Listenplatz 2 im Regionalwahlkreis steht der 57-jährige Ottensheimer auf der Landesliste der SPÖ auf Platz 1. Stögers wichtigste Anliegen: "Wir kämpfen konsequent für den sozialen Ausgleich im Land. Dafür, dass auch die Menschen, die es sich nicht einfach richten können, die gleichen Chancen im Leben haben – das gilt für die Bildung genauso wie für den Arbeitsmarkt, die Pflege oder die Pensionen." Sein oberstes Ziel ist die Schaffung von Arbeitsplätzen. Stöger: "Bei der älteren Generation möchte ich die Aktion 20.000 hervorheben. Damit schaffen wir 20.000 zusätzliche Arbeitsplätze für Langzeitarbeitslose über 50 Jahre und geben ihnen so wieder eine neue Perspektive im Leben."

Dritter Streich?

Nationalratsabgeordnete Anneliese Kitzmüller (FPÖ) würde sich freuen, wieder ins Parlament einzuziehen. "Ich hoffe sogar zum dritten Mal in meinem Wahlkreis Mühlviertel ein Grundmandat erringen zu können." Als Nummer eins ihrer Partei auf der Wahlkreis-Mühlviertel-Liste rechnet sie jedenfalls damit. Die 58-jährige Hausfrau aus Kirchschlag ist die freiheitliche Familiensprecherin. "Mir geht es besonders um die Familien in diesem Land. Kinder sind die Zukunft unseres Landes und den Familien muss das Leben erleichtert werden." Für ein Direktmandat im Wahlkreis Mühlviertel sind zirka 25.000 Stimmen nötig. Katharina Wolf hat als Listenerste der Partei Neos wohl nur Außenseiterchancen. Die JKU-Informatikstudentin ist in der Gemeinde St. Gotthard aufgewachsen. Ihre politischen Ziele liegen im Bildungs- und Sozialbereich. “Gerade Förderungen und Beihilfen müssen endlich gerecht und effizient gestaltet werden.”

Für die Nationalratswahl wird das Bundesgebiet in neun Landes- und 39 Regionalwahlkreise eingeteilt. In Oberösterreich gibt es fünf Regionalwahlkreise: Linz und Umgebung, Innviertel, Hausruckviertel und Mühlviertel. Der Regionalwahlkreis Mühlviertel besteht aus den vier Bezirken Freistadt, Perg, Rohrbach und Urfahr-Umgebung. Bei der Nationalratswahl 2013 entfielen von den maximal vier zu vergebenden Grundmandaten zwei auf die ÖVP und je eines auf SPÖ und FPÖ. So haben die aktuell im Parlament vertretenen Parteien die Wahlkreisliste Mühlviertel besetzt:

Wahlkreis Mühlviertel

ÖVP
1. Michael Hammer
Altenberg, UU
2. Gertraud Scheiblberger
Rohrbach/Berg, RO
3. Nikolaus Prinz
St. Nikola, PE

SPÖ
1. Sabine Schatz
Ried/Riedmark, PE
2. Alois Stöger
Ottensheim, UU
3. Michael Lindner
Kefermarkt, FR

FPÖ
1. Anneliese Kitzmüller
Kirchschlag, UU
2. Peter Handlos
Tragwein, FR
3. Rosa Ecker, Saxen, PE

Die Grünen
1. Dagmar Engl
Katsdorf, PE
2. Sebastian Merten
Hagenberg, FR
3. Nicole Keplinger-Sitz
Ried/Riedmark, PE

NEOS
1. Katharina Wolf
St. Gotthard, UU
2. Stefan Nußbaummüller
Windhaag/Perg, PE
3. Paul Leopold Pfahnl
Pregarten, FR


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