"Wir suchen einen Konsens"

Die Lindenallee: Was mit dem Altbestand an Bäumen geschehen soll, muss erst entschieden werden
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  • hochgeladen von Alexandra Wrann

ROSEGG. Die Lindenallee in Rosegg sorgt für Aufregung. Die WOCHE berichtete über die Straßensperre, die einige Anrainer verärgerte. Umsatzeinbußen wären die Folge, klagte Bio-Beerenlandbetreiber Matthäus Zeichen. Die Allee ist immer wieder gesperrt, der Eigentümer Stefan Liechtenstein wolle damit sicherstellen, dass niemand die "gefährliche Allee betritt", sagt er.

Vorerst keine Lösung in Sicht

Nun weist er die Verantwortung von sich, meinte es läge am Land die Genehmigung für eine Neubepflanzung – sprich das Schlägern des Altbestandes – voranzutreiben. Die zuständige Landesrätin Sara Schaar hingegen bringt neues Licht in die Darstellung: "Wir bemühen uns in allen Maßen hier einen stimmigen Konsens zu finden, der allen Gegebenheiten, wie den Fakt, dass es sich hier um ein Naturdenkmal handelt, gerecht wird."

Naturdenkmal

Die Allee ist seit dem Jahr 1943 als Naturdenkmal deklariert. "Allein zwischen 2015 und 2017 haben wir über 76.000 Euro dafür aufgewendet, den Baumbestand zu pflegen", sagt Schaar. Seit dem Herbst vergangenen Jahres ist in diesem Fall ein Urteil beim Verwaltungsgerichtshof anhängig. "Doch bevor irgendetwas passiert, müssen wir sehen, was dabei herauskommt". Wie lange dies erfahrungsgemäß dauern würde, konnte Schaar nicht sagen. "Das kann man zum jetzigen Zeitpunkt nicht beurteilen", betont die Landesrätin.

Keine Vorbeugemaßnahmen

Würde in der Zwischenzeit jedoch etwas auf dieser Allee passieren, so würde der Eigentümer haften. Dem Land zufolge gäbe es aber keinen Grund, die Allee für den Verkehr zu sperren. Schadhafte Bäume seien auf Kosten des Landes saniert worden. "Sollte dennoch, beispielsweise aufgrund eines Starksturmereignisses, ein Schadensfall auftreten, müsste Herr Liechtenstein wie jeder Grundeigentümer für den Schaden haften. Gegen unvorhersehbare Katastrophenereignisse gibt es aber keine Vorbeugungsmaßnahme."

Neue Bäume

Auch wenn das Urteil des Verwaltungsgerichtshofes jedoch für die Entfernung einiger Bäume sprechen würde, so würde das noch kein Ende für die Allee bedeuten. "Wenn alte Bäume aus der Allee gefällt werden würden, hätte Herr Liechtenstein die Pflicht, wieder nachzupflanzen, da die gesamte Allee ein Naturdenkmal ist", sagt Landesrätin Schaar. 

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