Villach
"Lehrlingsgesetz muss überarbeitet werden"

Waren letztes Jahr noch 317 Unternehmen gemeldet, die in Villach Lehrlinge ausbilden, so sind es heuer nur noch 292 gemeldete Lehrbetriebe
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  • Waren letztes Jahr noch 317 Unternehmen gemeldet, die in Villach Lehrlinge ausbilden, so sind es heuer nur noch 292 gemeldete Lehrbetriebe
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Nicht jeder Betrieb, der könnte, bildet auch gerne Lehrlinge aus. Die WOCHE fragt nach den Gründen.

VILLACH. Der Fachkräftemangel ist in aller Munde, auch von zu wenig Lehrstellen ist die Rede. Auf der anderen Seite bilden immer weniger Betriebe Lehrlinge aus. In Villach tun dies aktuell 292 Betriebe, im Jahr zuvor waren es 317. Leicht zunehmend war die Zahl in Villach Land (plus 4).

Im Vergleich

Laut Angaben der Wirtschaftskammer Villach gab es mit Stichtag 31. August 432 gemeldete Lehrlinge Bezirk Villach Land. Im Vergleich zum letzten Jahr waren 413 Auszubildende vermerkt. Im Bezirk Villach gibt es im Vergleich zum Vorjahr (1.021) einen leichten Rückgang. Derzeit werden 1.013 Lehrlinge verzeichnet.

Ausbildung anpassen

Trotz der hohen Ausbildungszahlen gibt es Unternehmen, die sich dezidiert gegen eine Lehrlingsausbildung entscheiden. Auch zwei Villacher Unternehmen bilden nun nicht mehr aus. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Eine Unternehmer, der sich gegen die Lehrlingsausbildung entschieden hat, ist Michael Koloini, Geschäftsführer der Konditorei Koloini: "Ich bilde seit mehr als sechs Jahren keine Lehrlinge mehr aus." Die Gründe dafür liegen für den Unternehmer auf der Hand. "Auf der einen Seite sollte sich das Lehrlingsgesetz verändern. Auch das Schulsystem benötigt eine Anpassung", erklärt er. Für ihn sollten Auszubildende die gleichen Rechte wie Arbeitnehmer besitzen. "Wir sind immerhin eine Leistungsgesellschaft, also sollte auch eine gewisse Leistung erbracht werden."

Zeit und Energie

Auch Daniela Hartl von der Villacher Fleischerei Hartl hat 2011 ihren letzten Lehrling ausgebildet. "Die Nachfrage eines Ausbildungsplatzes ist fast gar nicht mehr vorhanden", erwähnt sie. Zusätzlich machen es Vorschriften gar unmöglich einen Lehrling auszubilden. "Oftmals kostet die Ausbildung viel Zeit und Energie. Der Fleischer ist ein Lehrberuf, der kaum noch gefragt ist", sagt sie. Hartl ist sich sicher: "Die Jugendlichen suchen sich lieber eine Lehrstelle in der Industrie-Branche."

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Autor:

Lara Piery aus Villach

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