31.10.2017, 17:52 Uhr

Blätter - Rainer Maria Rilke (1875 - 1926)

...und in den dunklen Nächten fällt die schwere Erde aus allen Sternen in die Einsamkeit.
Die Blätter fallen, fallen wie von weit,
als welkten in den Himmeln ferne Gärten.

Sie fallen mit verneinender Gebärde - 
und in den Nächten fällt die schwere Erde
aus allen Sternen in die Einsamkeit.

Wir alle fallen.
Diese Hand da fällt
und sieh dir andre an: es ist in allen!

Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen,
unendlich sanft in seinen Händen hält.
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Herta Goldschmied aus St. Veit | 31.10.2017 | 17:57   Melden
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Uschi R. aus Döbling | 31.10.2017 | 19:05   Melden
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Heinrich Moser aus Ottakring | 31.10.2017 | 21:02   Melden
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Hildegard Stauder aus Villach | 02.11.2017 | 17:06   Melden
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