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Es gibt viel zu tun bei den Schulbussen

Fünf Verstärkerbusse sind im Bezirk jetzt zur Entlastung während der Hauptverkehrszeiten im Einsatz.
  • Fünf Verstärkerbusse sind im Bezirk jetzt zur Entlastung während der Hauptverkehrszeiten im Einsatz.
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  • hochgeladen von Jürgen Pouget

In Corona-Zeiten sind Platzprobleme im Schulbusverkehr eine besondere Belastung. Das Land OÖ finanziert zusätzliche Schulbusse, um den Schulverkehr in Stoßzeiten zu entlasten.

BEZIRK. "Viele Eltern bringen ihre Kinder jetzt mit dem Auto selbst in die Schule", sagt Walter Pechhacker, Obmann des Elternvereins am BG Vöcklabruck zum Thema überfüllte Schulbusse. Das betreffe vor allem die Kinder in der Unterstufe bis 14 Jahre. Helga Sterrer, Vorsitzende des Elternvereins BRG Schloss Wagrain, hat dazu bei den Klassenelternvertretern nachgefragt. Die Rückmeldungen zeigen die Sorgen um die Sicherheit. Vom Weg ins BRG Schloss Wagrain berichten die Eltern von überfüllten Bussen und dass ihre Kinder in den Bussen stehen müssten. Speziell die Busse aus Steinbach und aus Litzlberg Richtung Vöcklabruck werden dabei genannt. Auch die Busse Richtung Ungenach und Ottnang wären dafür Dauerbrenner. Viele Eltern brächten ihre Kinder lieber gleich mit dem eigenen Pkw – wenn ihnen das möglich ist. In Corona-Zeiten sind Platzprobleme im Schulbusverkehr eine besondere Belastung.

Verstärkerbusse fahren jetzt

Jüngst hat das Land OÖ Mittel für zusätzliche Busse frei gemacht, um die Auslastung in den Hauptverkehrszeiten zu reduzieren. „Hierfür werden wir von Seiten des Landes 800.000 Euro für das noch laufende Jahr zur Verfügung stellen“, erklärten Landeshauptmann Thomas Stelzer und Landesrat Günther Steinkellner. „Im Zusammenhang mit Covid-19 schaffen wir Rahmenbedingungen, um eine Entlastung der punktuell sehr stark ausgelasteten Schulbusse bewerkstelligen zu können“, so Stelzer und Steinkellner. In die Schulstadt Vöcklabruck fahren jetzt zusätzliche "Verstärkerbusse" von Weyregg, Seewalchen, Desselbrunn und Ottnang – siehe Infokasten rechts.

Der Gelegenheitsverkehr

Private Busunternehmen bringen Kinder zur Schule, wo kein öffentliches Busnetz besteht. Überfüllte Busse und stehende Kinder sind hier kein Thema, sagt Alfred Apfl von Apfl Reisen in Aurach. Denn im sogenannten Gelegenheitsverkehr werden die Plätze fix vergeben. Josef Schranzinger erzählt, dass der geblockte Unterricht mit geteilten Klassen während des Shut-down eine enorme Herausforderung bedeutet habe. Der Regauer Familienbetrieb Schranzinger transportiert aktuell mehr als 300 Schüler und 100 Kindergartenkinder. Ab fünf Kindern sind Kleinbusse im Einsatz, je nach Bedarf auch Busse für 20, 30 oder 40 Schüler. Unterschiedliche Beginnzeiten in Schulen werden bereits abgedeckt – so etwa in der NMS Regau mit 7:45 Uhr und in der Volksschule Regau mit 8 Uhr.Ein Sonderfall ist der Rubenshof, wo Schüler wie Eltern erst zu Schulbeginn erfahren haben, dass die Finanzlandesdirektion den Gelegenheitsverkehr einschränkt.

Sonderfall Rubenshof

Der Rubenshof ist eine Freie Schule, die Offenes Lernen nach den Grundsätzen von Montessori, Piaget, Hengstenberg und den Wilds ermöglicht. "Die Förderung für den Gelegenheitsverkehr war immens wichtig für uns, da es keine öffentliche Anbindung nach Rubensdorf gibt. Viel zu lange Anfahrtswege sind für die Eltern kaum leistbar", sagt Direktorin Judith Brunner. Rechtsanspruch auf den Gelegenheitsverkehr gibt es nicht. Ein Jahrzehnt waren Schüler aus verschiedenen Gemeinden wie Mondsee, Ottnang oder Pöndorf mit Bussen lokaler Busunternehmen in die Schule gefahren. Jetzt gibt es nur mehr drei Sammelstellen in Schörfling, Vöcklamarkt und St. Georgen. Die zehn Erstklassler der Volksschule, die gerade mit der Schule begonnen haben, und die Schüler der 5. Klasse Mittelschule dürfen die Busse bereits nicht mehr benutzen. Der Gelegenheitsverkehr soll in den nächsten Jahren auslaufen.

Infos zu den Verstärkerbussen 

Verstärkerbusse für sehr stark ausgelastete Schülerlinien fahren im Bezirk Vöcklabruck seit Montag, den 28. September, auf zwei Linien zusätzlich: Linie 526 von Desselbrunn über Attnang-Puchheim nach Vöcklabruck und Linie 593 von Oberwang nach Mondsee. Die Linie 593 fährt verlängert ab Oberwang statt wie bisher erst ab Riedlbach. Seit Montag, den 5. Oktober, gibt es noch drei weitere Verstärkerbusse: Linie 562 von Weyregg über Kammer nach Vöcklabruck (fährt bereits ab Steinbach mit geringfügig geänderter Streckenführung); Linie 565 von Seewalchen über Altlenzing nach Vöcklabruck und Linie 713 von Ottnang über Pilsbach nach Vöcklabruck. Detaillierte Fahrplaninformationen gibt es auf der Website des OÖVV oder über die OÖVV Info App. Eltern, Lehrer und Schüler finden alle Zusatzfahrten der Verstärkerbusse unter: ooevv.at/zusatzfahrten

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