Ploier motiviert mit Kunst zum Aufstehen

Paulus Ploier möchte mit dem Erlebnistag behinderte Menschen motivieren, den Pinsel in den Mund zu nehmen.
  • Paulus Ploier möchte mit dem Erlebnistag behinderte Menschen motivieren, den Pinsel in den Mund zu nehmen.
  • Foto: Michael Maritsch
  • hochgeladen von Maria Rabl

NUSSDORF, BAD HÄRING. Nach dem großen Erfolg im Jahr 2014 steht die Fortsetzung der Veranstaltung „Kunst Aufstehen“ am Donnerstag, 9. Juni, von 16 Uhr bis 21 Uhr im Tiroler Reha-Zentrum Bad Häring auf dem Programm. Dafür verantwortlich ist der Mundmaler, Musiker und Krisenbegleiter Paulus Ploier aus Nußdorf. Mit dem „kreativen Erlebnistag“ möchte der querschnittgelähmte Künstler behinderte Menschen motivieren, das Beste aus ihrem Leben zu machen. Die Idee dazu entstand, als sich Ploiers Unfalltag 2014 zum 30. Mal jährte.

Vor seinem Unfall war das Schlagzeugspielen in seiner damaligen Band "Imun" der Mittelpunkt seines Lebens. Dies war mit einem Sprung in zu seichtes Wasser beendet. Das einzige Instrument, das ihm noch blieb, war seine Stimme. Diese hatte aber viel von ihrer Kraft und Qualität verloren. Trotzdem hatte Ploier gleich nach dem Unfall den Mut, wieder auf die Bühne zurückzukehren. Sein starker Glaube, die Hilfe seiner Frau Monika und der unbändige Wille, weiter zu singen, brachten ihm seine Stimme zurück. So entstand die „Paulus’ Painting Blues Band". Mit dieser begleitet er seit vielen Jahren diverse Events mit Jazz und Blues, gespickt mit seinen eigenen Songs, darunter das Nußdorf-Lied.

In seiner Malerei prägt Ploier einen Stil der Einzigartigkeit. Die Geschwindigkeit seines Striches und der klare Einsatz seiner Linien sind immer unwiderruflich. Wenn Paulus Ploier jemanden porträtiert, malt er dessen Seele. Was er in seinen Bildern darstellt, drückt er mit gleicher Intensität in seiner Musik aus.

Das Dreibein seines Talents schließt sich mit seiner Berufung, Menschen in schwierigen Lebenssituationen zu begleiten. Musik, Mundmalerei und Krisenbegleitung verwandelten Paulus Ploier vom Hilfe-Bedürftigen hin zum Hilfe-Gebenden.

Autor:

Maria Rabl aus Vöcklabruck

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