"Ungeno" mag’s zwoasprachig

Obmann Bernhard Panhofer (l.) mit Mitgliedern des GUK und Bürgermeister Johann Hippmair (3.v.r.).
  • Obmann Bernhard Panhofer (l.) mit Mitgliedern des GUK und Bürgermeister Johann Hippmair (3.v.r.).
  • Foto: GUK
  • hochgeladen von Alfred Jungwirth

UNGENACH. Im Rahmen der Ungenacher Kulturtage 2017, die unter dem Motto Mundart/Mundort Ungenach stattfinden, initiierte der Gemeinnützige Ungenacher Kulturverein Ungenach (GUK) „zweisprachige“ Ortstafeln auf Hochdeutsch und Dialekt in den 31 Ortschaften der Gemeinde. Diese wurden nunmehr mit Hilfe der Gemeinde Ungenach aufgestellt. Hintergrund dieser Kunstaktion ist die Besinnung darauf, dass wir fast nie die Schreibweise eines Ortes aussprechen, sondern selbstverständlich das jeweilige Dialektwort verwenden, wir also „zweisprachig“ leben.

Von boned bis nodanbere

Der Ungenacher Kulturverein versteht dieses „Landart“-Werk als Manifest für Kultur am Land, für einen augenzwinkernden selbstbewussten Blick auf die Alltagskultur der Sprache, nicht so sehr im Sinne von Brauchtumspflege, mehr im Sinne von Freude am Fabulieren. So war bereits das Entwickeln der Schreibweise ein Prozess, der recht lustvoll und auch kontrovers erlebt wurde.
Beispiele für die „Zweisprachigkeit“: Natternberg/nodanbere, Kellner/köna, Mitterschlag/middaschlog, Engelsheim/öngezhom, Kirchholz/kirahoiz, Kochberg/kobere, Pohnedt/boned.
Der GUK lehnte sich an die Dialekt-Schreibweise von Hans Kumpfmüller, dem Schriftsteller und Fotografen an, der den Prozess unterstützte.

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