07.10.2014, 17:59 Uhr

„In den Schuhen des anderen“: Migration, Toleranz und Wertschätzung als Schwerpunkt des heurigen Franziskustages

Wortwörtlich in den Schuhen des anderen: Da hatten die Kindergartenkinder einen Riesenspaß, als sie die "Hauspatschen" ihrer Freunde anzogen. (Foto: Kindergarten Franziskanerinnen Vöcklabruck)

VÖCKLABRUCK. Mit einem ganz besonderen Schwerpunkt begingen alle franziskanischen Einrichtungen in unserem Bezirk und darüber hinaus den diesjährigen Franziskustag, der jedes Jahr am 4. Oktober gefeiert wird.

Unter dem Motto „In den Schuhen des anderen“ beschäftigten sich unter anderem die franziskanischen Kindergärten und Schulen mit der Thematik der Migration und verbunden damit mit der Toleranz und Wertschätzung anderen gegenüber. Migration nicht als trennendes, sondern verbindendes Glied, welches den Grundstein und irgendwann möglicherweise sogar Meilenstein dafür bilden könnte, wenn es darum geht, voneinander zu lernen. Ganz im Sinne des Hl. Franz von Assisi, der friedensstiftend zwischen einzelnen Menschen, zwischen Völkern und ebenso Religionen agierte, sollte der heurige Franziskustag ein friedvolles Zeichen setzen.

Individualität als Bereicherung

Auf ganz unterschiedliche Weise sowie mit viel Engagement und Verständnis zeigten die Schülerinnen und Schüler einmal mehr auf, dass Diversität der Beginn dafür sein könnte, jeden Menschen in seiner Individualität als Bereicherung zu sehen – nicht nur im schulischen Kontext, sondern in der gesamten Gesellschaft. So „verkosteten“ die Kinder der Franziskus-Volksschule Vöcklabruck ein „Burek“, bei welchem es sich um ein Teiggericht aus dem ehemaligen Jugoslawien handelt. Die Franziskuskinder der Volksschule Puchheim wiederum entdeckten das „Anderssein“ unter anderem bei der Lebenshilfe, in der Pestalozzischule, in der Moschee in Attnang-Puchheim und bei einem Besuch aus dem Behindertendorf Altenhof. Im Franziskuskindergarten Vöcklabruck probierten die Kleinen wortwörtlich die Schuhe der anderen und schlüpften mit Freude in die „Hauspatschen“ ihrer Kameradinnen und Kameraden. Das ORG der Franziskanerinnen machte sich nicht nur im übertragenen Sinne auf die Reise und fuhr zu ihren Partnerschulen nach Bosnien – ein Erlebnis, bei welchem die heurige Franziskus-Thematik hautnah und höchst lehrreich vermittelt werden konnte.
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