23.11.2016, 20:00 Uhr

Keine Lösung für B1/B145 in Sicht

Vor allem in Stoßzeiten kommt es an der Vöcklabrucker Leiner-Kreuzung von B1 und B145 zu massiven Rückstaus in alle Richtungen. Viele Autofahrer weichen auf Schleichwege aus. (Foto: Klein)

Stau in Vöcklabruck: Für den dringend nötigen Ausbau der Leiner-Kreuzung fehlt der Platz.

VÖCKLABRUCK. Zu den Stoßzeiten sind bei den Autofahrern in der Bezirksstadt gute Nerven gefragt. Durch den Rückstau von der sogenannten Leiner-Kreuzung bilden sich sowohl auf der B1 und der Salzkammergut Bundesstraße B145 aus Richtung Gmunden kommend immer wieder längere Kolonnen. Eine Lösungsmöglichkeit wäre der Ausbau der Kreuzung zu einem Kreisverkehr. Doch dafür gibt es zu wenig Platz.
Verkehrslandesrat Günther Steinkellner hat jetzt eine neuerliche Verkehrszählung in Auftrag gegeben. "Wir hoffen, dass die Ergebnisse bis Weihnachten vorliegen. Dann können weitere Schritte gesetzt werden", heißt es dazu aus dem Büro des Landesrates. Dieser steht auch bezüglich eines immer wieder geforderten Ausbaus der B145 auf der Bremse. Es sei nicht sicher, ob dieser derzeit etwas bringen würde.

Fast-Food-Restaurant an Kreuzung geplant

"Solange es keine Lösung für die Leiner-Kreuzung gibt, ist ein vierspuriger Ausbau der B145 kein Thema", stellt auch Vöcklabrucks Bürgermeister Herbert Brunsteiner klar. Unabhängig davon sollen Ausfahrten von Fachmarktzentren entlang der Salzkammergut Bundesstraße zusammengeführt und mit einer Ampel geregelt werden. Durch den geplanten Bau eines Fast-Food-Restaurants erwartet sich Brunsteiner keine zusätzliche Belastung der Leiner-Kreuzung. Die Zufahrt ist von der Rückseite über die Bahnhofstraße vorgesehen. Eine Ausfahrt auf die B1 wäre nur in Richtung Timelkam möglich.

Beer befürchtet Rückstau

Keine rechte Freude mit der geplanten Zu- und Abfahrt zum Fast-Food-Lokal hat Johannes Beer, Verkehrsreferent der Bezirkshauptmannschaft Vöcklabruck. "Ich habe starke Zweifel, ob es in Stoßzeiten nicht zu Rückstaus kommt."
Scharfe Kritik an einer weiteren Verbauung der Kreuzung kommt von Bürgermeister Peter Harringer aus der Nachbargemeinde Regau. "Sie verbocken es wieder. Damit nimmt man sich die letzte Chance für eine Lösung diese Problems", so Harringer. Der Verkehr auf der B145 sei so extrem, dass immer mehr Autofahrer ausweichen würden. "Davon sind viele Bewohner der Regauer Ortschaften betroffen." Bei Verkehrserhebungen in Schalchham etwa seien schon vor Jahren rund 5.500 Autos pro Tag gezählt worden. "Wahrscheinlich sind es jetzt schon mehr." Die Bedenken rund um die Leiner-Kreuzung habe man auch den zuständigen Landesräten mitgeteilt, sagt Harringer.

Zur Sache

Für eine Entlastung der Hauptverkehrsverbindungen B145 und B1 gibt es schon seit längerem Pläne – die aber noch in Schubladen liegen. Ein vierspuriger Ausbau der B145 wird beispielsweise auch immer wieder von der Wirtschaft gefordert. Dieser ist aber in weite Ferne gerückt. Trotzdem rät das Land, bei künftigen Umwidmungen entlang dieser Verbindung zwischen Vöcklabruck und Gmunden, Platz für eine mögliche Verbreiterung zu lassen.
Weniger bekannt sind die Ideen für eine großräumige Umfahrung der Bezirksstadt Vöcklabruck. Der größte Teil dieser Entlastungsstraße würde über Regauer Gemeindegebiet führen. "Darüber wurde noch nie ernsthaft in einer Gemeindestube diskutiert", hält Regaus Bürgermeister Peter Harringer dieses Projekt für kaum realisierbar. Sowohl baulich als auch finanziell.
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