16.10.2014, 08:10 Uhr

SPÖ-Klub suchte Dialog

Hermann Krenn, Christian Makor und Landeshauptmann-Stellvertreter Reinhold Entholzer (v.l.) auf Dialog-Tour.

Die Bereiche Wohnen und Arbeit nennt Bezirksvorsitzender Krenn als größte Herausforderungen.

BEZIRK (ju). Rund 30 Firmen und Institutionen besuchten die Mitglieder des SPÖ-Landtagsklubs auf ihrer Dialog-Tour durch den Bezirk Vöcklabruck. "Wir wollen uns mit den Menschen austauschen und vor Ort anschauen, wo der Schuh drückt", sagte Bezirksvorsitzender Landtagsabgeordneter Hermann Krenn nach einer Arbeitssitzung im Robinson Club Ampflwang. Den Arbeitsmarkt nannte er neben dem Thema Wohnen als eine der großen Herausforderungen. "Im August waren mehr als 3000 Menschen im Bezirk arbeitsuchend gemeldet. Das ist eine Steigerung von 9,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat." Mit einer Arbeitslosenquote von 5,3 Prozent lag der Bezirk Vöcklabruck 2013 knapp über dem oberösterreichischen Jahresdurchschnitt von 5,1 Prozent. "Es wird schwierig, diesen Schnitt zu halten. Wir müssen hier gegensteuern", sagte Landeshauptmann-Stellvertreter Reinhold Entholzer.
In einem Gespräch mit den Betriebsräten hatten sich die SPÖ-Mandatare zuvor über die aktuelle Situation in der Lenzing AG informiert. "Eine Firma kann man nicht mit Lohnverzicht sanieren", kritisierte der SP-Landesparteichef. Man könne nicht bei den Einkommen der Beschäftigten einsparen und gleichzeitig eine Dividende an die Aktionäre ausschütten.
Entholzer zur Verkehrspolitik: "Mit dem neuen Verkehrsknotenpunkt Attnang-Puchheim und dem Leistungsausbau auf der Kammerer Bahn werden bedeutende Verbesserungen in der Region umgesetzt." Auch für die Parkplatzmisere rund um den Attnanger Bahnhof sei eine Lösung in Sicht. In weitere Infrastruktur-Projekte in der Region fließen aus Entholzers Gemeinde-Ressort heuer rund 4,6 Millionen Euro.
Dramatisch ist laut Bezirksvorsitzendem Krenn die Situation am Wohnungsmarkt. "Vöcklabruck ist gemeinsam mit dem Linzer Zentralraum die teuerste Gegend von ganz Oberösterreich." Der angemeldete dringende Wohnungsbedarf im Bezirk umfasse insgesamt 826 Wohnungen, sagte Klubvorsitzender Christian Makor. Er untermauerte seine Forderung nach einem Sonderwohnbauprogramm für Oberösterreich. "Das wäre auch wichtig für den Arbeitsmarkt", so Makor.
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