Kooperation mit flexiblen Hilfen
Fischercamp der Landjugend Bezirk Voitsberg in Stallhofen
- Projektleiterin Jasmin Poparic (3. v. r.) mit ihren Landjugendkolleginnen
- Foto: Landjugend Bezirk Voitsberg
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Wie begeistert man Kinder für Natur, Regionalität und nachhaltiges Handeln? Die Landjugend Bezirk Voitsberg zeigt mit ihrem Projekt "Alles für die Fisch", wie das gelingen kann. Im Rahmen eines viertägigen Fischercamps in Stallhofen erhielten Kinder nicht nur Einblicke in die Welt der Fischerei, sondern sie sammelten auch wertvolle Erfahrungen für ihr Leben.
VOITSBERG. Wenn Kinder ihre Smartphones gegen eine Angel tauschen, gemeinsam kochen, stundenlang geduldig am Wasser sitzen und dabei lernen, Verantwortung für Natur und Mitmenschen zu übernehmen, dann steckt weiter mehr dahinter als ein Freizeitprogramm. Genau dieses Ziel verfolgt die Landjugend Bezirk Voitsberg mit ihrem Projekt "Alles für die Fisch". Das Bildungs- und Sozialprojekt verbindet Naturerlebnis, Umweltbildung, Regionalität und soziales Engagement. Workshops, Exkursionen, Kochkurse für Landjugendmitglieder und das viertägige Fischercamp für Kinder im Bezirk Voitsberg bilden ein ganzheitliches Projekt, das Kinder und Jugendliche für regionale Lebensmittel, nachhaltige Fischerei und den respektvollen Umgang mit der Natur sensibilisiert.
- Auch theoretisches Wissen wurde im Camp gelernt.
- Foto: Landjugend Bezirk Voitsberg
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Lernen fürs Leben
Das Fischercamp war ein besonderer Höhepunkt des Projekts. Gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Flexible Hilfen Voitsberg verbrachten die Kinder vier abwechslungsreiche Tage an den Teichen der Fischerrunde Carpmaster. Die Kinder lernten einander kennen, stärkten ihr Vertrauen innerhalb der Gruppe und entdeckten die Natur als Ort der Ruhe, des Lernens und der Gemeinschaft.
- Beim Camp wurde auch der verantwortungsvolle Umgang mit Tieren gelehrt.
- Foto: Landjugend Bezirk Voitsberg
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Schritt für Schritt wurden sie an die Fischerei herangeführt. Sie beschäftigten sich mit heimischen Fischarten und ihren Lebensräumen, lernten den richtigen Umgang mit Angelgeräten, Ködern, Boilies (Köder zum Karpfenangeln) und Haken sowie verschiedene Angeltechniken kennen. Besonders faszinierend waren das Karpfen- und Welsfischen sowie der Vergleich zwischen heimischen Gewässern und bekannten Angelrevieren an der Adria und in Ungarn.
- An den Teichen von Carpmaster in Stallhofen wurde das Fischercamp durchgeführt.
- Foto: Landjugend Bezirk Voitsberg
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Dabei wurde vermittelt, dass erfolgreiches Angeln bedeutet, Verantwortung zu übernehmen. Die Kinder lernten den waidgerechten und schonenden Umgang mit Fischen, den respektvollen Umgang mit Tieren und warum nachhaltige Fischerei und Naturschutz untrennbar zusammengehören. Auch Themen wie die Auswirkungen von Fischotter und Graureiher auf Teichwirtschaften wurden altersgerecht erklärt.
Werte, die bleiben
Neben dem fachlichen Wissen stand die persönliche Entwicklung der Kinder im Mittelpunkt. Das gemeinsame Kochen, Essen und Verbringen der Zeit am Wasser stärkten den Zusammenhalt der Gruppe. "Mit 'Alles für die Fisch' möchten wir den Kindern zeigen, wie wertvoll unsere Natur und regionale Lebensmittel sind. Gleichzeitig wollen wir ihnen Erfahrungen ermöglichen, die Selbstvertrauen stärken, Gemeinschaft fördern und lange in Erinnerung bleiben. Es geht nicht darum, das Angeln zu lernen, sondern Werte fürs Leben mitzunehmen", so Bezirks- und Projektleiterin Jasmin Poparic.
Das Fischercamp ist Teil eines umfassenden Projekts, das die Landjugend Bezirk Voitsberg von April bis August umsetzt. Neben Workshops, Exkursionen und einem Fischkochkurs entsteht ein eigenes Kinder(fisch)kochbuch, das aktuell noch beim Bezirksvorstand erhältlich ist. Der Erlös daraus kommt der Organisation "Rettet das Kind" zugute und unterstützt Kinder und Jugendliche in schwierigen Lebenssituationen.
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