Konjunkturbarometer
Erste Aufhellung im rauen Wirtschaftsklima
- Peter Sükar (r.) und Regionalstellenleiter Lukas Kalcher spüren einen leichten Aufwärtstrend.
- Foto: WKO Voitsberg
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In der Süd- und Weststeiermark zeigen die Konjunktur-Trendpfeile zur Jahresmitte zart nach oben. Peter Sükar, Obmann der Wirtschaftskammer Voitsberg nennt es eine leichte Aufwärtsbewegung im rauen Wirtschaftsklima. Die Saldenwerte sind trotz eines Aufwärtstrends klar negativ, bei den Zukunftserwartungen schaut es etwas besser aus.
VOITSBERG. Das Wirtschaftsbarometer der Wirtschaftskammer wird halbjährlich veröffentlicht. Für die Süd- und Weststeiermark ist eine leichte Aufwärtsbewegung zu erkennen. Während die Saldenwerte aktuell weiterhin klar negativ sind und 80 Prozent der Unternehmen eine Verschlechterung des Ist-Zustands sehen, steigt bei den Erwartungen der Saldo auf minus 14,1 Prozentpunkte. "Diese erste Aufhellung gilt es jetzt mit gezielten Maßnahmen zu stärken. Wir brauchen eine Entlastung des Faktors Arbeit und bei den Energiepreisen sowie eine echte Entbürokratisierungsoffensive", fordert der Voitsberger WKO-Obmann Peter Sükar.
Vorsichtig optimistisch
Für die weststeirische Wirtschaft bleiben die Konjunkturaussichten zur Jahresmitte 2025 herausfordernd. Hohe Arbeits- und Energiekosten sorgen für ein höchst durchwachsenes Wirtschaftsklima. Der Saldenwert von minus 79,3 Prozent fällt ein bisschen besser aus als noch vor sechs Monaten. 27 Prozent blicken mit Sorge den kommenden zwölf Monaten entgegen, 12,9 Prozent sind aber schon optimistisch.
- Peter Sükar fordert Entbürokratisierung und Anreize für die Wirtschaft von der Politik.
- Foto: WKO Steiermark
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Die Anzeichen einer leichten Konjunkturaufhellung werden vor allem bei den Fragen nach der Entwicklung des eigenen Unternehmens sichtbar. Mit Ausnahme des Preisniveaus und der erwarteten Beschäftigungsentwicklung zeigen alle Trendpfeile nach oben, obwohl die Salden überwiegend negativ bleiben.
- aktueller Gesamtumsatz: -9,5 Prozent
- aktuelle Auftragslage: -30,7 Prozent
- aktuelles Preisniveau: +12,4 Prozent
- aktuelle Investitionen: -19,2 Prozent
- aktuelle Beschäftigung: - 16,2 Prozent
- Zukünftige Umsatzentwicklung: - 0,5 Prozent
- Zukünftige Auftragslage: +9,1 Prozent
- Zukünftiges Preisniveau: +22,9 Prozent
- Investitionserwartung: + 7,8 Prozent
- Beschäftigungsausblick: -19,9 Prozent
"Damit fällt der Blick auf die steirische Konjunktur etwas besser aus als zuletzt, die Gesamtsituation bleibt herausfordernd", so Sükar. Er fordert von der Politik gezielte Maßnahmen zur Entlastung der Unternehmen. "Die Wettbewerbsfähigkeit unseres Standorts muss Priorität haben. Darum habe man der Politik im Rahmen der Standortpartnerschaft mit der Industriellenvereinigung und der Universität Graz bereits eine umsetzungsfertige Handlungsanleitung zur Verfahrensbeschleunigung übergeben.
- Andreas Herz aus Söding-St. Johann wurde neuer stellvertretender Vizepräsident der Wirtschaftskammer Österreich.
- Foto: WKO
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Konkret prangern 81,7 Prozent der im Wirtschaftsbarometer befragten süd- und weststeirischen Unternehmen die Arbeitskosten als massives Wettbewerbshemmnis an. 61,6 Prozent geben hier die hohen Energiekosten an, 54,1 Prozent sehen die Bürokratie und regulatorische Anforderungen als Bremsklotz. Dies zu ändern, würde die Investitionsbereitschaft in der Weststeiermark ankurbeln und die Konjunktur beleben.
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