Erlebnisregion Graz
Nächtigungszahlen stiegen um fast 25 Prozent

Irene Schmid und Heinz Kaltschmidt bei der Präsentation mit Peter Sükar (WKO) und Thomas Apfelthaler | Foto: Almer
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Der Bezirk Voitsberg findet sich seit knapp zwei Jahren im Tourismusverband Region Graz wieder. Bei einer Präsentation bei Walter's Genusswirt in Voitsberg gab es bemerkenswerte Zahlen für die Gesamtregion und für die Lipizzanerheimat.

VOITSBERG. Das Erfreuliche gleich vorweg. Mit 1.59.592 Nächtigungen verzeichnete die Erlebnisregion Graz mit den Bezirken Graz, Graz-Umgebung und Voitsberg im Jahr 2022 ein Plus von 40,8 Prozent und liegt in der Jahreswertung steiermarkweit hinter der Region Schladming-Dachstein und dem südoststeirischen Thermenland auf Rang drei. Bei den Ankünften ist der Großraum Graz mit 848.845 hinter den Ennstalern sogar auf Platz zwei mit einer satten Steigerung von 58,2 Prozent. Der Bezirk Voitsberg hat hier natürlich den kleinsten Anteil, aber mit 146.190 Nächtigungen im Vorjahr legte man beispielsweise auch um 24.6 Prozent zu. Auf das Niveau vor Corona fehlen noch rund acht Prozent, aber die Tendenz steigt.

Eindrucksvolle Zahlen

Region Graz-Kassier Thomas Apfelthaler und die Touristiker Irene Schmid und Heinz Kaltschmidt gaben bei Walter's Genusswirt auf Einladung der Wirtschaftskammer Voitsberg vor mehreren Bürgermeistern und Wirtschaftstreibenden einen Einblick in die Tätigkeiten des neuen Großverbandes, der immerhin ein Budget von 5,2 Millionen Euro zur Verfügung hat. Die drei Säulen Produktion, Kommunikation & Werbung, touristische Angebote & Produktentwicklung sowie Gäste- & Betriebsbetreuung wurden ebenso skizziert wie die Herkunft der Gäste und die Aktivitäten der Jahre 2022 und 2023.

Die Lipizzanerheimat verzeichnete bei Nächtigungen und Ankünften eine deutliche Steigerung im Vorjahr. | Foto: Johann Ortner
  • Die Lipizzanerheimat verzeichnete bei Nächtigungen und Ankünften eine deutliche Steigerung im Vorjahr.
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Im Hintergrund des viertbesten Nächtigungs- und Ankunftsergebnis der Geschichte liegt die Verteilung der Gäste, welche die Region Graz besuchen, bei 43 Prozent vom Inland und 57 Prozent vom Ausland. Die meisten Gäste in der Lipizzanerheimat kommen aus Österreich, dahinter liegen Deutschland, Polen, Ungarn und die Niederlande. Die Marketing-Zielmärkte für heuer sind neben Österreich dann auch Deutschland, Niederlande, Tschechien und Ungarn.

Vollversammlung in Maria Lankowitz

Die (geplanten) Aktivitäten für das heurige Jahr sind neben der Vollversammlung, die am 27. März in Maria Lankowitz stattfindet, sehr umfangreich. So gibt es eine Neuauflage des Reisebegleiters Lipizzanerheimat, eine große Online-Kampagne mit digitalen Werbeflächen in Graz, Linz, Wien und Niederösterreich, wo 300 Screens mit einem 10-Sekunden-Spot bespielt werden. Eine Besucherfrequenz-Messung mittels A1 ist in Planung, dazu kommen Auftritte bei den Tourismusmessen in Wien und München und natürlich beim Steiermark-Frühling vom 30. März bis 2 April in der Bundeshauptstadt. Mit dem Flughafen Graz und dem Red Bull Media House wird es über Steiermark Tourismus Kooperationen geben. Und die Region Graz steigt heuer auf das Buchungssystem feratel um.

Peter Sükar und Lukas Kalcher waren Gastgeber einer Präsentation des Tourismusverbandes. | Foto: Almer
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Die touristischen Kernthemen der Region Graz sind das Wandern, Radfahren und Veranstaltungen, dazu kommen Angebotsthemen wie Ausflugsziele, Genusscard und Packages. "Bei allen Veranstaltungen sind die Aspekte Nachhaltigkeit, Erreichbarkeit, Buchbarkeit und Digitalisierung immer mitzudenken", sagte Irene Schmid. Ein Folder mit 35 Wandertouren - davon 14 im Bezirk Voitsberg - inklusive Wanderkarte wurde erstellt, auch die 2. Ausgabe vom "E-Bike-Genussradeln" mit sechs Genusstouren in der Lipizzanerheimat ist bereits in Druck. Weitere Projekte wie Rad- und Wanderwege, Wander- und Gebietskarten und die Wandernadel der Region Graz sind im Laufen.

Klares Förder-Prozedere

Ein Wort noch zu den Veranstaltungen, da immer wieder Kritik von Gemeinden und Organisatoren am Verband laut wird, es werde zu wenig gefördert. Im Vorjahr gab es 74 Klein- und 81 Großförderungen, 20 Rechtsnachfolgen und 33 Kongresse, insgesamt wurden 1,4 Millionen Euro an Förderungen ausgeschüttet. Die Anmeldung bzw. das Ansuchen beim Tourismusverband durchläuft einen mehrstufigen Förderprozess.

Guter Besuch an einem Vormittag, Bürgermeister und Wirtschaftstreibende waren interessiert. | Foto: Almer
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Leader-Managerin Elfriede Pfeifenberger, die ebenfalls anwesend war, begrüßt diese Schritte, teilweise werden Projekte wie Reisebegleiter oder der Stand beim Steiermark-Frühling auch mit Leader-Fördermittel unterstützt. "Ein großes Anliegen von Leader war es immer, Angebot zu bündeln", so Pfeifenberger.

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