Zweimal Ohrenschmaus
Bezirksorchester zeigt musikalische Leistung der Extraklasse
- Foto: NÖBV Bezirk Horn-Waidhofen
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Gleich zweimal kamen die Fans der heimischen Musik vergangenes Wochenende voll auf ihre Kosten. Das Bezirksjugendorchester und das Bezirksorchester des NÖBV Bezirk Horn - Waidhofen gab gleich zwei grandiose Konzerte zum Besten.
BEZIRK HORN. BEZIRK WAIDHOFEN/THAYA. Am 25. Oktober im Mehrzwecksaal Irnfritz und am 26. Oktober im Gemeindesaal Thaya konnte gleich an zwei Tagen hintereinander großartiger Musik gelauscht werden. Dabei war schon das Konzert in Irnfritz sehr gut besucht. Beim Konzert in Thaya war der Andrang dermaßen groß, dass sogar die Stehplätze knapp wurden.
Den Anfang machte an beiden Tagen das Bezirksjugendblasorchester. Der Klangkörper wurde in dieser Form das erste Mal vor 3 Jahren formiert und setzt sich zusammen aus Jungmusikern aus den Mitgliedskapellen der beiden Bezirke Horn und Waidhofen/Thaya. Mit dem Werk "Marschpat Revolution" von Daniel Muck startete der erste Teil des Konzerts. Das Digitalisierung auch in der heimischen Blasmusikszene Einzug gehalten hat, zeigt dieses Musikstück. Den ein Marschpat ist ein Marschbuch in digitaler Form, welches immer mehr in Verwendung ist. Die Bezirksobfrau Melanie Tiller und der Bezirkskapellmeister Manfred Kreutzer führten abwechselnd durch das Programm und meinten dazu: "Da gibt es dann keine Ausreden mehr die lauten: Ich habe die Noten vergessen."
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Den Taktstock des Bezirksjugendblasorchester übernahmen abwechselnd die Bezirkskapellmeister Manfred Kreutzer, Stefan Pfaunz und Thomas Herzan.
Beim zweiten Werk ging es in schwindelerregende Höhen. Denn es geht dabei um das Dach der Welt. "Mount Everest" von Rossano Galante symbolisierte die gigantische Pracht und die überwältigende Macht des höchsten Berges der Welt.
Walzerkönig feiert Geburtstag
Wäre er noch am Leben, dann wäre er sicherlich zu diesem grandiosen Konzert gekommen. Österreich feierte zwar am 26. Oktober den Nationalfeiertag, doch bereits am 25. Oktober den 200. Geburtstag des Walzerkönigs Johann Strauss Sohn. So durfte er auch bei diesem besonderen Konzert nicht fehlen. Das Orchester präsentierte einen seiner bekanntesten Walzer: "Rosen aus dem Süden"
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"Rise of the Blackjack" von Gerald Oswald entführte das zahlreich erschiene Publikum auf eine Reise des Piratenschiffs "Blackjack". Neben der gelungenen Musik kamen auch "Special-Effects" wie etwa eigens simulierter Wind und wildes Geschrei und Getrampel zum Einsatz.
Arabische Nacht trifft Waldviertel hieß es nun. "Aladdin Medley" mit der berühmten Filmmusik von Alan Menken versetzte so manchen Zuhörer mit seinen mitreißenden Melodien wieder in seine Kindheit zurück.
Aufgrund des tosenden Applaus gab es als Zugabe "Last Call" von Otto M. Schwarz. Dabei kam es zunächst zu einem gemeinsamen Solo von Andreas Kretschmer (Trompete) und Sabine Kloiber (Posaune), bevor sich alle Register solistisch präsentieren durften.
Nach den Jungen waren die Junggebliebenen an der Reihe. Das Bezirksblasorchester setzt sich ebenso zusammen aus einem bunten Mix von Musikern der beiden Bezirke. Geleitet wurde das Orchester vom international gefragten Gastdirigenten Gregor Kovačič.
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Schon bei der viersätzigen "Renaissance Suite" von Franco Cesarini war klar: Musik auf so hohem musikalischen Niveau bekommt man im Waldviertel selten zu hören.
Stimmungsvoll ging es weiter mit dem Werk "Ammerland" von Jacob de Haan. Dabei zeigt das Werk die malerische Region in Niedersachsen.
Verkleideter Auftritt
Ferrer Ferran stellt mit "El Quijote" das literarische Werk "Don Quijote" Miguel de Cervantes musikalisch dar. Der Ritter Don Quijote erlebt mit seinem Knappen Sancho Panza viele ritterliche Abenteuer. Soweit so gut. Nur sind die beiden dafür etwas zu spät dran. Denn Ritter gibt es auch in Spanien zu diesem Zeitpunkt schon lange nicht mehr. So schafft sich der vermeintliche Ritter eine Fantasiewelt und kämpft beispielsweise gegen Windmühlen, die er für Riesen hält. Neben der großartigen Musik, kommt in dieser Komposition eine Sprechrolle vor, in der die Geschichte des "Ritters der traurigen Gestalt" erzählt wird. Dabei trat Christopher Führer als Sprecher auf und zwar zum Stück passende, in echter Ritterrüstung.
Wie schön ein Saxophon klingen kann zeigte anschließend der Solosit Clemens Redl bei "Los Pájaros Perididos" von Astor Piazolla. Das Werk im Tango-Stil handelt von Verlust und Sehnsucht. Der Applaus für den Solisten fiel erwartungsgemäß groß aus.
Als letztes offizielles Stück war "Michelangelo 70" von Astor Piazzolla zu hören. Dabei handelt das Werk nicht vom italienischen Renaissance-Künstler, sondern auf den legendären Tango-Club in Buenos Aires, der ein beliebter Treffpunkt für Künstler war.
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Nach Standing Ovations und donnerndem Applaus kam es auch beim Bezirksblasorchester zu einer Zugabe. "The Bandwagon" von Philip Sparke rundete den musikalischen Abend ab.
Auch wenn diese zauberhaften Klänge der beiden Abende mittlerweile verklungen sind, werden sie noch lange in den Köpfen der zahlreichen Besucher nachhallen.
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