Flussserie Teil 3
So gut ist das Wasser unserer Lebensader, der Thaya

Schon die Gewäsergütekarte 1977 zeigte: Die Thaya hat Güteklasse 2 bis 3.
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  • Schon die Gewäsergütekarte 1977 zeigte: Die Thaya hat Güteklasse 2 bis 3.
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Die Sache mit den Abwässern:

Der Wasserwirtschaftskataster klärte schon 1977 auf: Die Gewässer des mittleren und südlichen Waldviertels zeigen überwiegend gute Wasserqualität. Im nördlichen Waldviertel verursachen allerdings kommunale Abwässer, weiters Abwässer von Textilfabriken und landwirtschaftlichen Betrieben sowie solche einer Agrarindustrie abschnittsweise starke Beeinträchtigung der Gewässergüte.

Im Thaya-Abschnitt Waidhofen soll sich die Gewässergüte damals verbessert haben, obwohl städtisches Abwasser an mehrere Stellen in die Thaya geleitet wurde, Textilindustrie, Molkerei und Schachthäuser die Thaya belasteten.
Das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft gab 1977 einen Wasserwirtschaftskataster heraus.
Die Thaya erhielt dabei Güteklasse II bis III:
Güteklasse II bedeutet, das Wasser ist mäßig verunreinigt, so dass der Sauerstoffgehalt dadurch nicht wesentlich belastet wird. Größerer Nährstoffreichem bewirkt eine arten- und mengenmäßig stärkere Entwicklung von Algen, höheren Wasserpflanzen und Tieren. Neben Insektenlarven finden sich auch Kleinkrebse, Muscheln und Schnecken. Die Gewässer dieser Güteklasse bieten für die meisten Fischarten günstige Lebensbedingungen. Durch Selbstreinigungvorgänge gebildete Nitrate und Phosphate können zur Ausbildung von Wasserblüten führen.

Güteklasse III: Die zunehmende Belastung durch abbaubare organische Stoffe führt zu unausgeglichenen Sauerstoffverhältnissen. Bei allmählich abnehmender Artenzahl zeigen resistente Formen Massenentwicklung. Die wenigen hier noch gedeihenden Fischarten sin durch zeitweiligen Sauerstoffmangel in ihrem Bestand gefährdet. Im Sediment treten bereits anaerobe Abbauprozesse (Fäulnisvorgänge) auf.

Die Gewässergütekarte 1999 verlieh der Thaya Güteklasse 2 bis 3, was so viel bedeutet wie „kritisch belastet“. 2006 fiel das Ergebnis ganz ähnlich aus, es zeigte sich aber schon Besserung, denn immer mehr Abschnitte erhielten Güteklasse 2, was "nur" mäßig belastet bedeutet.

Autor:

Simone Göls aus Krems

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