16.11.2017, 02:39 Uhr

Kulturelle Identität versus kulturelle Vielfalt oder wie der Hl. Nikolaus von der Bildfläche verschwindet

Hl. Nikolaus & seine bezaubernden Christkinderl
Kulturelle Identität versus kulturelle Vielfalt oder wie der Hl. Nikolaus von der Bildfläche verschwindet

Glänzende Kinderaugen voller Vorfreude: Was bringt mir der Hl. Nikolaus? War ich auch brav genug oder wird der böse Krampus ein Wörtchen mitzureden haben?
Seit Jahrhunderten freuen sich in den christlich geprägten Ländern Kinder auf den Hl. Nikolaus & seinen Begleiter Krampus … auf diesen vielleicht ein bisschen weniger, aber ein Erlebnis ist er allemal, der Krampus.

So auch in der österreichischen Bundeshauptstadt. Insbesondere in den Kindergärten war der Nikolo-Tag von einer freudigen & von Kinderlachen & Kinderfreude erfüllten gemeinsamen Feier gekrönt. Insbesondere, da auch Kinder aus weniger gut situierten Familien die gleiche Freude erleben durften, wie ihre Kindergartenfreunde aus finanziell besser gestellten Familien.

Aber Moment, warum „war“?

Weil viele der Gemeindekindergärten der Hl. Nikolaus nicht mehr besuchen kann… darf… auf jeden Fall: nicht mehr besuchen wird.

Hmm… was ist passiert? Ist des Hl. Nikolaus´ Zeitmanagement dermaßen straff organisiert, dass er keine Zeit mehr für alle Kinder hat?
Streikt er, weil seine Überstunden nicht bezahlt werden? Aber seine „Arbeitsstunden“ wurden doch immer mit Kinderlachen & dem Freudesglanz der Kinderaugen vergolten und diese „Währung“ ist weiterhin im Übermaß vorhanden…

Die offizielle Erklärung lautet:
… weil viele Kinder einen Migrationshintergrund haben und nicht dem christlichen Glaubensbekenntnis angehören… und viele dieser Kinder zusätzlich Angst vor dem Krampus hätten…

Sind österreichisches Brauchtum & Kultur uninteressant? Wo ist die Grenze zwischen kultureller Identität, die natürlich diversen Einflüssen unterliegt und schon immer unterlegen hat, und der kulturellen Vielfalt?

Es hat in der Bundeshauptstadt begonnen, wird es bis zur einer jeden Gemeindeebene hinunter reichen? Sukzessive, langsam, schleichend?


Wird auch das Brauchtum des Perchtenlaufs aussterben?

Dürfen wir noch „Grüß Gott“ und „Frohe Weihnachten“ sagen? Und wenn ja: wie lange noch?

… da geht er dahin, der Hl. Nikolaus…

Rex Maximus
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