24.01.2012, 00:00 Uhr

Nicht ohne den Nachbarn

Meinung von Peter Zellinger

Wir leben in einem gemeinsamen Europa, in einem Eu-ropa, in dem die Gemeinschaft ganze Staaten in der Krise auffängt, ohne Passkontrollen, freiem Arbeitsmarkt und vielen Annehmlichkeiten mehr, die wir gar nicht hoch genug schätzen können. Fast vergessen sind die Zeiten, in denen man vom Hintausweg den Stacheldraht und die Wachtürme sehen konnte. Ist es in diesem gemeinsamen Europa überhaupt noch möglich, eine so gravierende Entscheidung wie die Errichtung eines Endlagers für Jahrtausende lang strahlenden Atommüll ohne den direkt betroffenen Nachbarn zu treffen? Mit Sicherheit nicht. Versucht wird es derzeit von unserem nördlichen Nachbarn trotzdem. Auch wenn es sich um tschechisches Hoheitsgebiet handelt und bei aller nationalen Souveränität kann und darf ein solcher Einschnitt in die Lebensqualität der Bürger nicht ohne vorherige Einigung mit den Nachbarn getroffen werden, will man nicht die Grundidee der Union mitsamt dem Atommüll beerdigen.
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Anna Plodorfer aus Kufstein | 25.01.2012 | 07:39   Melden
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