Bürgermeister Andreas Rabl lässt "nachrüsten"
"Das Kreuz in Welser Klassen ist unverhandelbar"
- Der Welser Bürgermeister will das Kreuz nicht nur aus gesetzlichen Gründen, sondern auch als Werte-Symbol in den Klassenzimmern. Die Grünen üben Kritik.
- Foto: Leitner
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Der Welser Bürgermeister Andreas Rabl (FPÖ) wollte es ganz genau wissen und ließ die Klassenzimmer der Stadt kontrollieren – beim Fehlen eines Kreuzes wird jetzt "nachgerüstet". Grünen-Politiker unterstellt Rabl falsche Symbolpolitik.
WELS. "Das Kreuz in der Schulklasse ist wichtig – es ist identitätsstiftend, verbindet und gehört zu unserer Wertegesellschaft", stellt der Welser Bürgermeister Andreas Rabl (FPÖ) fest. Nicht ohne Anlass, denn: Von 238 Schulkassen der Messestadt wurden in mehr als der Hälfte keine Kreuze aufgefunden – den Anstoß zur Überprüfung haben laut Bürgermeister Eltern gegeben, die sich über das fehlende Symbol an der Wand beschwert haben sollen. Zum einen sei es gesetzlich vorgeschrieben, das Kreuz neben dem Wappen, und den Bildern des Bundespräsidenten sowie des Landeshauptmanns aufzuhängen – zum anderen stelle das christliche Zeichen für Rabl eine "Wertevorstellung und Wertebasis" dar, der zur Orientierung diene:
"In einer Gesellschaft, die immer inhomogener wird, braucht die Bevölkerung Symbole einer abendländischen Wertekultur – das Kreuz in den Welser Klassen ist daher indiskutabel."
Daher verspricht das Stadtoberhaupt weitere Kontrollen in regelmäßigen Abständen.
"Wichtiger als Symbole"
Rabls Kontrollaktion, das "Nachrüsten" der Kreuze und ein entsprechendes Posting in den sozialen Medien stoßen Thomas Rammerstorfer von den Welser Grünen sichtlich übel auf, denn: "Christliche Werte wären wichtiger als Symbole", so der Stadtrat. Zwar sei er sich des gesetzlichen Auftrags der Stadt bewusst:
"Dafür hat der Bürgermeister zu sorgen – er möge es tun und nicht nur drüber reden."
- Für Thomas Rammerstorfer passen die Aussagen von Bürgermeister Rabl und dessen Taten nicht zusammen.
- Foto: Grüne
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Beinahe zynisch seien für Rammerstorfer aber Rabls "Anspielungen auf christliche Werte". "In der Praxis ist das genaue Gegenteil der Fall", so der Grünen-Politiker und mach das an der Schließung des Flüchtlingsheimes "Haus der Corurage" fest. Der Rausschmiss der christlichen Hilfsorganisation aus der Stadt sieht Rammerstorfer stehe in Konkurrenz zu Rabls Aussagen über Wertevermittlung:
"Werte wie Nächstenliebe, Toleranz oder den Schutz der Schöpfung vermisst man in der Regel in der politischen Praxis der FPÖ – Vom Christentum schwadronieren, aber die Caritas delogieren. So geht das nicht."
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