"Unsere Verantwortung heißt 'nie wieder'"
In der Gunskirchner Au soll ein Mahnmal entstehen
- Ralph Schallmeiner (Mitte) drängt die Republik zum Ankauf jener Grundstücke, auf denen sich das Konzentrationslager Gunskirchen befunden hat.
- Foto: Zoe Goldstein
- hochgeladen von Philipp Paul Braun
Während des Zweiten Weltkrieges wurden zehntausende Menschen in der Au zwischen Gunskirchen und Edt bei Lambach durch das NS-Regime getötet – heute ist der Boden Privatbesitz. Das will Ralph Schallmeiner (Grünen) ändern und eine Gedenkstätte errichten.
GUNSKIRCHEN, EDT BEI LAMBACH. "Unsere Verantwortung in Österreich heißt 'nie wieder'", so der Bezirkssprecher der Grünen Wels-Land, Ralph Schallmeiner. Er drängt die Bundesregierung weiter zum Ankauf des ehemaligen KZ-Außenlagers in Gunskirchen und Edt bei Lambach. Anfang März brachte er deswegen eine parlamentarische Anfrage ein. Er pocht auf die Beantwortung bis zum 80. Jahrestages der Befreiung. am 5. Mai dieses Jahres durch den zuständigen Innenminister. Schallmeiners Ziel sei es, eine würdige Lösung für das Gelände zu finden. Es solle zu einem Ort des Gedenkens an die Opfer der Vernichtungsmaschinerie, aber auch zukünftigen Generationen als Mahnmal dienen, denn: „Gunskirchen war für zehntausende Menschen die ‚Hölle auf Erden‘, wie es der Überlebende Daniel Chanoch eindrücklich formulierte", erklärt der Grüne Politiker:
"Die Republik Österreich hat die Verantwortung, dieses Gelände in öffentliche Hand zu bringen und es in enger Zusammenarbeit mit dem Mauthausen Memorial sowie regionalen Initiativen wie der Gedenkinitiative Gunskirchen-Edt oder dem Mauthausen-Komittee zu einem Ort des würdigen Gedenkens zu machen.“
- Ralph Schallmeiner drängt die Republik zum Ankauf jener Grundstücke, auf denen sich das Konzentrationslager Gunskirchen befunden hat.
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Ort des Gedenkens
Das Gelände des ehemaligen KZ-Außenlagers Gunskirchen ist noch in Privatbesitz, deshalb fordern die Grünen einen raschen Ankauf durch die Republik Österreich und die Übergabe an das Mauthausen Memorial. „Es ist beschämend, dass es bald 80 Jahre nach der Befreiung immer noch keine angemessene Lösung gibt“, zeigt sich Schallmeiner verärgert: „Das sind wir den Opfern, Überlebenden und zukünftigen Generationen schuldig“.
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