SORA-Sozialbarometer
Ältere machen sich Sorgen um Pflegeversorgung

Je älter die Menschen, umso größer sind ihre Sorgen, was den eigenen Pflegebedarf betrifft.
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  • Je älter die Menschen, umso größer sind ihre Sorgen, was den eigenen Pflegebedarf betrifft.
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  • hochgeladen von Julia Schmidbaur

Mehr als die Hälfte der Österreicher über 50 Jahren sorgt sich über die Zukunft der Pflegesituation.

ÖSTERREICH. Bis 2050 werden in Österreich 750.000 Menschen pflegebedürftig sein, lautet die Prognose. Für den Bedarf an Vollzeit-Pflegekräften hierzulande bedeutet dass, das dieser künftig um 58.000 Personen steigen wird. Das SORA-Institut hat im Auftrag der Volkshilfe eine repräsentative Umfrage zum Thema Pflege durchgeführt.  

Volkshilfe-Direktor Erich Fenninger präsentierte am Mittwoch die Ergebnisse der Umfrage bei einer Pressekonferenz. Wie die Umfrage zeigt, blicken die Menschen nicht sehr optimistisch in die Zukunft: Vier von zehn Österreichern machen sich Sorgen, was den eigenen Pflegebedarf oder jenen der Angehörigen in der Zukunft betrifft. Bei den Älteren sind die Bedenken noch größer: Mehr als die Hälfte der Österreicher über 50 Jahren sorgt sich über die Zukunft der Pflegesituation. Nur rund ein Viertel der Menschen (28 Prozent) blickt hier mit Zuversicht in die Zukunft, wie aus dem SORA-Sozialbarometer für die Volkshilfe weiter hervorgeht, dass jährlich durchgeführt wird. Unterschiede gibt es auch bei Männern und Frauen. 39 Prozent der Männer sorgen sich um die Themen Pflege und Betreuung, bei Frauen sind es 46 Prozent.

93 Prozent für bessere Entlohnung von Pflegekräften

Für die aktuelle Studie wurden 1.019 Personen ab 15 Jahren zum Thema Pflege befragt. Ganze 94 Prozent der Befragten wünschen sich ein vielfältigeres Angebot im Bereich Wohnen im Alter. 93 Prozent der Österreicher sprechen sich laut Umfrage für kürzere Arbeitszeiten und eine bessere Entlohnung von Pflegekräften aus, um so dem Personalmangel in den kommenden Jahren entgegenzutreten. 8 von 10 Österreichern (79 Prozent) treten für die Einführung einer Vermögenssteuer ab 1 Million Euro zur finanziellen Absicherung der Pflege in Österreich ein. Laut Umfrage unterstützen Menschen mit geringer Kaufkraft dies stärker als Menschen mit hoher Kaufkraft.

Umfrage

 

Die Volkshilfe fordert eine Einführung von berufsorientierten höheren Schulen, um Jugendlichen den Einstieg in Pflege und Betreuungsberufe zu erleichtern. Außerdem brauche es konkrete Schritte zur Harmonisierung des Angebots der Bundesländer, etwa vergleichbare Leistungen für mobile Dienste, um bundesweit ein vergleichbares Angebot schaffen zu können, so Volkshilfe-Direktor Erich Fenninger am Mittwoch. Bis Jahresende will das Arbeitsministerium ein Konzept zur Pflege vorlegen. Die Arbeitsgruppen dazu starten im Herbst.

Je älter die Menschen, umso größer sind ihre Sorgen, was den eigenen Pflegebedarf betrifft.

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