Wiener Rauchfangkehrerin
Am Dach und im Kamin

Jenni Fuchs ist Rauchfangkehrerin beim Floridsdorfer Rauchfangkehrerbetrieb Habacht und liebt ihren Beruf.
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  • Jenni Fuchs ist Rauchfangkehrerin beim Floridsdorfer Rauchfangkehrerbetrieb Habacht und liebt ihren Beruf.
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Jenni Fuchs hat beruflich viel auf Dächern und in Kaminen zu tun - sie ist Rauchfangkehrermeisterin.

WIEN. "Die Freiheit und Unabhängigkeit an unserem Beruf gefällt mir besonders gut", sagt Rauchfangkehrerin Jenni Fuchs und sperrt die Dachbodentür auf, während die schwere Stahlkugel als Teil des Arbeitswerkzeugs an ihrer Schulter baumelt.

Jedem Wiener Rauchfangkehrerbetrieb ist ein Rayon zugeteilt, der während des Jahres abgearbeitet wird. "Da gibt es fixe Termine wie die Hauptkehrungen. Welche Adressen wir zuerst anfahren, entscheiden wir aber selbst", sagt Fuchs, die nach der Gesellenprüfung gleich für die Meisterprüfung zu lernen begann. "Mein Chef hat gemeint, er traut mir das zu. Dann hab' ich das einfach probiert - und geschafft."

Die Rauchfangkehrermeisterin setzte sich durch

Heute ist die 26-jährige als Rauchfangkehrermeisterin eine von wenigen Frauen im noch von Männern dominierten Gewerbe. Wie war es für sie in ihrer Lehrzeit? "Die Kollegen waren eher skeptisch - da hab ich schon beweisen müssen, dass ich das wirklich will. Wir waren aber immer zwei Lehrmädchen", sagt sie, während sie das Kamintürl aufsperrt. "Der Arbeitsalltag ist viel technischer als früher. Dabei kommt es eher auf Geschicklichkeit an, als auf Kraft."

Ruß - na und?

Wie ist das mit dem vielen Ruß? "Halb so wild. Bei den modernen Gasheizungen entsteht nur wenig Ruß." Die Stahlkugel ist aber trotzdem immer dabei: Rumms - fällt sie durch das Kamintürl hinunter. "Schließlich muss jeder Kamin einmal im Jahr abgekugelt werden."

Nach einer grafischen Fachausbildung hat Fuchs nicht gleich einen Job gefunden. "Dann hab ich mir den Rauchfangkehrerbetrieb Habacht in der Bentheimstraße einmal angeschaut", so Fuchs. "Nach einer Woche Schnuppern hab ich gewusst, dass ich Rauchfangkehrerin werden möchte. Das viele draußen sein, oft zeitig in der Früh, wenn es noch ruhig ist in der Stadt, begeistert mich heute genau so wie damals", sagt sie und schaut aus einer offenen Dachluke über die Dächer.

Was Rauchfangkehrermeisterin Fuchs Jugendlichen rät? "Nicht warten, dass der passende Beruf an die Tür klopft. Besser selber informieren und einfach etwas ausprobieren. Das klappt dann schon!"

Autor:

Mathias Kautzky aus Hietzing

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