"Gratis und gut": Lokaljournalismus als Thema bei den Journalismustagen in Wien

„All good reporting is the same thing: the best obtainable version of the truth“: Die Abschlussrede kam von Carl Bernstein.
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WIEN. "Der Wert der Wahrheit" stand im Mittelpunkt der Österreichischen Journalismustage. Auf zwei Bühnen näherten sich Sprecherinnen und Sprecher aus unterschiedlichen Richtungen dem Thema an. Die Abschlussrede kam von niemand Geringerem als Watergate-Aufdecker Carl Bernstein, der natürlich auf die Situation der Presse vor und nach Trump einging und auch Kritik an den etablierten US-Medien anbrachte.

Eine Redakteurin und ein Redakteur der Regionalmedien Austria diskutierten mit Tanja Malle am Nachmittag darüber, "Wie LokalredakteurInnen den Spagat zwischen gut und gratis meistern." Sie berichten über "den Nabel Wiens" - Theresa Aigner ist bei der Wiener Bezirkszeitung zuständig für die Bezirke 6, 7 und 8 - und "das Ende der Welt" - Wolfgang Kofler ist in Villach zuhause. Gemeinsam legten sie dar, wie gut recherchierter Lokaljournalismus ein sinnvoller und wichtiger Beitrag zu einer gesellschaftlichen Debatte sein kann, auch wenn er in einem Gratismedium veröffentlicht wird. Wolfgang Kofler berichtete darüber, dass er mit einer strikten Trennung von Redaktion und Anzeige nicht nur Zugriffszahlen und Reichweite der Villacher "Woche" steigern konnte, sondern dass sich auch noch der Werbeumsatz verdreifacht habe.


Das Interesse für das Thema "Lokaljournalismus" war groß

Theresa Aigner erzählte, dass vor allem online oft jene Geschichten ein großes Echo finden, denen man es nicht unbedingt zutrauen würden, weil sie eben nicht reißerisch und spektaktulär sind - wie etwa die Reportage vom Westbahnhof. Weil Lokaljournalistinnen oft genauer hinsehen, sind sie oft die ersten, die über wichtige Themen berichten, bevor die Geschichten von anderen Medien aufgegriffen werden - wie es bei den Schmierereien auf der Rosa Lila Villa der Fall war. "In manchen Fällen gelingt es uns, unsere Leserinnen und Leser bei ihren alltäglichen Problemen zu unterstützen", sagt sie.

Die "Story des Jahres", die im Rahmen der Journalismustage prämiert wurde, bestätigt das in dieser Diskussion Gesagte, denn sie stammt aus der Feder von Melisa Erkurt, die Redakteurin beim ebenfalls kostenlosen Magazin Biber ist. Hier geht es zur ausgezeichneten Geschichte "Generation Haram".

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