Fall von Ransomware
Hacker erpressen Flughafen Wien mit Datensätzen im Darknet

Eine cyberkriminelle Gruppierung soll im Darknet Frachtunterlagen des Flughafens Wien-Schwechat zum Kauf angeboten und somit den Airport erpresst haben. | Foto: Flughafen Wien AG
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  • Eine cyberkriminelle Gruppierung soll im Darknet Frachtunterlagen des Flughafens Wien-Schwechat zum Kauf angeboten und somit den Airport erpresst haben.
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Eine cyberkriminelle Gruppierung soll im Darknet Frachtunterlagen des Flughafens Wien-Schwechat zum Kauf angeboten und somit den Airport erpresst haben. Der Flughafen bestätigt dies, spricht jedoch nicht von einem Hackerangriff. Personenbezogene oder betriebskritische Daten seien nicht betroffen.

WIEN/SCHWECHAT. Auf X hat die Plattform „FalconFeeds.io“, die von der Cybersicherheitsfirma Technisanct entwickelt wurde, von einer Ransomware-Warnung aus Wien berichtet. „Ransom“ heißt übersetzt „Lösegeld“ auf Englisch und ist eine Schadsoftware, die den Zugriff auf Computer, Netzwerke oder Dateien blockiert und Opfer damit erpresst. Lösegeld wird dann oft in Kryptowährungen gefordert, um die Daten wieder freizugeben.

Einen möglichen Erpressungsfall gibt es aktuell beim Flughafen Wien-Schwechat. Die Rede ist von der „Bashe“-Schadsoftware. Hacker beabsichtigen, gestohlene Daten innerhalb von fünf bis sechs Tagen zu veröffentlichen.

Darüber haben am Mittwoch der „Standard“ sowie die „Kronen Zeitung“ berichtet. Bei der cyberkriminellen Gruppe handelt es sich um „Bashe“, auch bekannt unter den Bezeichnungen „APT73“ und „Eraleig“. Sie berichten über mehr als einer halbe Million E-Mails und 4.473 Dateien, die man erbeutet habe. Den Datensatz bietet die Gruppierung im Darknet zum Kauf an, auch Dritte können diese Dateien kaufen, heißt es.

Flughafen dementiert Hackerangriff

Der Flughafen Wien-Schwechat habe laut der Gruppe noch wenige Tage, um die Daten zurückzukaufen. Wenn dies nicht passiert, werden die Datensätze online veröffentlicht, so die Warnung.

„Der Betrieb des Flughafens ist in keiner Weise beeinträchtigt und läuft plangemäß, passagierbezogene oder betriebskritische Daten sind nach derzeitigem Wissensstand nicht betroffen“, erklärt man. | Foto: Flughafen Wien AG
  • „Der Betrieb des Flughafens ist in keiner Weise beeinträchtigt und läuft plangemäß, passagierbezogene oder betriebskritische Daten sind nach derzeitigem Wissensstand nicht betroffen“, erklärt man.
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Auf MeinBezirk-Anfrage bestätigte Peter Kleemann, Sprecher des Flughafens, den mutmaßlichen Diebstahl. Laut ihm wurden offenbar alte Frachtdokumente – sogenannte Load Sheet Formulare – aus dem vergangenen Jahr gestohlen. „Dabei handelt es sich um alte und bedeutungslose Aufstellungen zur Verladung von Frachtgütern in Flugzeugen. Die Dokumente wurden offenbar unbefugt aus einem einzelnen Postfach entwendet – eine großangelegte Cyberattacke oder ein Hackerangriff auf Systeme des Flughafen Wiens hat nicht stattgefunden.“

Passagiere nicht betroffen

An den Flughafen Wien habe sich bislang keiner gewandt, auch gäbe es keine Kontaktaufnahmen oder Forderungen von der oben erwähnten Gruppierung. „Der Flughafen Wien arbeitet an der Aufklärung dieses Sachverhalts, ist mit den zuständigen Behörden in Kontakt und hat zusätzlich zur eigenen IT-Abteilung auch externe Cybersecurity-Experten hinzugezogen.“

Und was das für die Passagierdaten heißt? „Der Betrieb des Flughafens ist in keiner Weise beeinträchtigt und läuft plangemäß, passagierbezogene oder betriebskritische Daten sind nach derzeitigem Wissensstand nicht betroffen“, erklärt Kleemann.

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Eine cyberkriminelle Gruppierung soll im Darknet Frachtunterlagen des Flughafens Wien-Schwechat zum Kauf angeboten und somit den Airport erpresst haben. | Foto: Flughafen Wien AG
„Der Betrieb des Flughafens ist in keiner Weise beeinträchtigt und läuft plangemäß, passagierbezogene oder betriebskritische Daten sind nach derzeitigem Wissensstand nicht betroffen“, erklärt man. | Foto: Flughafen Wien AG
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