Die Österreicher und ihr Zuhause: Warum, mit wem und wie Immobilien gekauft werden

1. Warum
Ein Eigenheim gibt Sicherheit. Es ist eine Geldanlage, macht unabhängig, die Miete entfällt. Deshalb sind für 71 Prozent der Österreicher die Eigentumswohnung oder das eigene Haus erstrebenswert. Die Motive „sichere Geldanlage“ und „Altersvorsorge“ überzeugen rund 39 Prozent und 34 Prozent der Befragten vom Erwerb einer Immobilie. Besonders für die Altersgruppe der 25- bis 29-Jährigen stehen die Schaffung eines Eigenheimes (80 Prozent), sichere Geldanlage (50 Prozent) und Altersvorsorge (38 Prozent) im Vordergrund.
Aktuell besitzen 62 Prozent der Österreicher mindestens eine private Immobilie.

2. Mit wem
Immobilien werden bevorzugt mit dem Partner gekauft (48 Prozent). Rund 17 Prozent haben ihre Immobilie allein gekauft. 22 Prozent der Immobilien wurden geerbt. Das bedeutet ein Plus von vier Prozentpunkten gegenüber einer Vergleichsstudie aus dem Jahr 2015. „Die Zahl der Erbschaften wird weiter steigen“, ist Markus Kaspar, Notar in Wien, überzeugt. Mehr als acht Prozent wurden durch Schenkung zu Immobilienbesitzern. Am stärksten trifft das mit rund 13 Prozent auf die Altersgruppe der 25- bis 29-Jährigen zu. Hauptgrund dafür: Die Änderungen bei der Grunderwerbssteuer im Rahmen der Steuerreform 2016 haben zu vorgezogenen Immobilienübergaben in den Familien geführt.

3. Wie
Besonders wichtig sind den Österreichern eine rechtlich einwandfreie und sichere Abwicklung ihres Immobiliengeschäftes (85 Prozent). Besonderes Augenmerk wird auch auf eine gute, kompetente Beratung gelegt. Je älter die Österreicher sind, desto größer schätzen sie ihr Wissen über den Kauf, Verkauf bzw. die Übergabe von Immobilien ein.
Der rechtliche Wissensstand der Österreicher beim Thema Immobilien hat sich gegenüber 2015 verbessert. Dennoch halten sich Mythen. So unterliegen immerhin 30 Prozent der Befragten dem Irrtum, dass man bei Bezahlung des Kaufpreises auch Eigentümer der Immobilie ist und nicht wie tatsächlich mit der Eintragung im Grundbuch.

„Für die meisten Menschen ist der Kauf eines Grundstückes, eines Hauses oder einer Eigentumswohnung die kostspieligste Anschaffung im Leben, weiß Notar Kaspar. Die Rolle des Notars als Ansprechpartner beim Kauf bzw. Verkauf von Immobilien konnte gegenüber 2015 weiter ausgebaut werden. Markus Kaspar: „Der Notar kennt die rechtlichen Vorschriften und kann vom ersten Augenblick an für klare Verhältnisse sorgen“. Vor einem Immobilienkauf wenden sich rund 37 Prozent (2015: 32 Prozent) an einen Notar. Wer vor hat, eine Immobilie zu verkaufen, wendet sich zu rund 38 Prozent an einen Notar (2015: 31,9). Besonders beim Vererben oder Verschenken von Immobilien ist der Notar für 68 Prozent (2015: 62 Prozent) Ansprechpartner Nummer eins.

Studie von Marketagent.com im Auftrag der Österreichischen Notariatskammer, durchgeführt im Februar 2017 bei rund 2.000 Personen zwischen 25 und 65 Jahren. Vergleiche mit Vorstudien aus 2013 und 2015 markieren interessante Entwicklungen.

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