"Intrige"-Vorwurf
WKW-Vizepräsident bestreitet geheime Tonaufnahme von Ruck

Die Causa um die Vorwürfe gegen Walter Ruck, Präsident der Wiener Wirtschaftskammer (WKW), hat eine weitere Episode bekommen. (Archiv) | Foto: WKW / Florian Wieser
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  • Die Causa um die Vorwürfe gegen Walter Ruck, Präsident der Wiener Wirtschaftskammer (WKW), hat eine weitere Episode bekommen. (Archiv)
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Laut einem Zeitungsbericht gibt es Vorwürfe gegen den Vizepräsidenten der Wirtschaftskammer Wien (WKW), Marko Fischer. Er soll jene Tonaufnahmen bei einem Gespräch mit WKW-Präsident Ruck angefertigt haben, die zuletzt in den Medien zitiert  wurden und Ruck in Bedrängnis brachten. Fischer dementiert dies, der Wirtschaftsbund spricht inzwischen von einer "Intrige".

WIEN. Die Causa um die Vorwürfe gegen Walter Ruck, Präsident der Wiener Wirtschaftskammer (WKW), hat eine weitere Episode dazubekommen. „Oe24.at“ berichtete am Mittwoch über Vorwürfe gegen den WKW-Vize und Präsidenten des Sozialdemokratischen Wirtschaftsbundes (SWV) Wien, Marko Fischer, der wohl hinter den bekannt gewordenen Tonaufnahmen stehen soll.

Die Aufnahmen, die zuletzt die Runde matchen, wurden wohl Ende November in Rucks Weinkeller gemacht. Beim Treffen sollen Ruck, ein WKW-Mitarbeiter, Donaustadt-Bezirkschef Ernst Nevrivy (SPÖ) und der besagte Fischer anwesend gewesen sein. Während die ersten drei genannten Akteure mittels eidesstattlichen Erklärung versicherten, bei dem Treffen keine geheimen Aufnahmen gemacht zu haben, soll dies Fischer nicht getan haben.

Laut übereinstimmenden Medienberichten legte Fischer am Mittwoch die eidesstattliche Erklärung nach. (Archiv) | Foto: Passion4Shooting
  • Laut übereinstimmenden Medienberichten legte Fischer am Mittwoch die eidesstattliche Erklärung nach. (Archiv)
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Bleibt also nur er über, der die Aufnahmen angefertigt haben könnte? Laut übereinstimmenden Medienberichten legte Fischer am Mittwoch dann sehr wohl die eidesstattliche Erklärung nach. Er ließ dabei wissen, dass er „keine Einladung zur Abgabe einer eidesstattlichen Erklärung erhalten habe, noch wurde ich zu einer Abgabe einer solchen Erklärung aufgefordert.“

SPÖ prüft Vorwürfe, Bund spricht von "Intrige"

Die SPÖ Wien nimmt die Vorwürfe ernst. Gegenüber „ORF Wien“ sagte Landesparteisekretär Jörg Neumayer, dass man die Vorwürfe sorgfältig prüfen wird: „Solche Methoden sind strikt abzulehnen. Wenn sich die erhobenen Vorwürfe erhärten, dann werden wir Konsequenzen ziehen.“ Wirtschaftsbund-Wien-Direktor Florian Kollenz wiederum sprach in einer Aussendung von einer „Intrige“, die von Fischer ausgehe: „Als Vertreter der Wirtschaftskammer Wien dem eigenen Haus einen Schaden zufügen zu wollen, disqualifiziert für jegliche Betätigung in der Zukunft. Mit so jemandem ist eine Zusammenarbeit und Austausch nicht mehr möglich.“

Dem vorangegangen sind Aussagen Rucks aus einem Gesprächsprotokoll, welches vom „Profil“ und der „Kronen Zeitung“ veröffentlicht wurden. Ruck soll über seine Einflussnahme auf Postenvergaben sowie die Erstellung von Wahllisten gesprochen haben, ebenso soll er sich abschätzig über Parteifreunde und Frauen geäußert haben. Aus dem Grund wurde er zuletzt aus der ÖVP ausgeschlossen, als Kammerpräsident will er jedoch nicht zurücktreten. Siehe unten mehr.

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Die Causa um die Vorwürfe gegen Walter Ruck, Präsident der Wiener Wirtschaftskammer (WKW), hat eine weitere Episode bekommen. (Archiv) | Foto: WKW / Florian Wieser
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Laut übereinstimmenden Medienberichten legte Fischer am Mittwoch die eidesstattliche Erklärung nach. (Archiv) | Foto: Passion4Shooting
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